LaLiga-Präsident Javier Tebas hat sich nach umstrittenen Aussagen von Kylian Mbappe beim chinesischen Volk entschuldigt und den Stürmer von Real Madrid damit indirekt kritisiert. Die Liga bedauere die Äußerungen des Franzosen zutiefst, die in China für Unmut gesorgt hätten. Mbappe hatte sich zuvor bereits selbst entschuldigt.
In einem Statement auf X erklärte Tebas, LaLiga habe über viele Jahre eine Beziehung des Respekts und der Zusammenarbeit mit China aufgebaut. Diese dürfe nicht durch das Verhalten eines Einzelnen beschädigt werden. „Wir können nicht zulassen, dass eine individuelle Handlung diese Beziehung trübt oder den mehr als 20 Klubs unserer Profiwettbewerbe und Millionen chinesischen Fans schadet“, schrieb der Ligaboss. LaLiga arbeite direkt mit ihren Partnern in China daran, die Situation zu lösen.
Mbappe verliert nach Mao-Witz chinesische Sponsoren
Auslöser ist ein Video, das am Montag in den sozialen Netzwerken die Runde machte. Darin spricht Mbappe vor einer Sendung über das lustigste Internet-Meme, das er gesehen habe. Es zeige sein Gesicht auf dem Körper eines Mannes, der wohl ein chinesischer Diktator sei. Gemeint war offenbar eine Fotomontage mit Mao Zedong. Die Aufnahme stammt laut Al Jazeera bereits aus dem April. Witze über Mao gelten in China als Tabu.

Die Folgen ließen nicht lange auf sich warten. Mit dem Getränkehersteller Dongpeng und dem Milchkonzern Mengniu beendeten zwei chinesische Partner umgehend ihre Zusammenarbeit mit dem Franzosen. Laut AS stellte zudem das Staatsfernsehen CCTV die Übertragungen von LaLiga-Spielen ein und entfernte Werbung mit Mbappe. Wie lange die Maßnahme gelten soll, ist offen.
Mbappe selbst reagierte mit einer Entschuldigung auf Französisch, Mandarin und Englisch. Sein Kommentar sei unbedacht gewesen, er habe inzwischen verstanden, dass er viele Menschen verletzt habe. Er empfinde tiefen Respekt vor dem chinesischen Volk und seiner Geschichte.
