Der Präsident des französischen Fußballverbands (FFF) hat sich inmitten eines diplomatischen Streits zwischen dem französischen Nationalmannschaftskapitän und China für Kylian Mbappé (27) eingesetzt.
Mbappé ist in China unter Beschuss geraten, hat mehrere Sponsorenverträge verloren und heftige Kritik seitens der chinesischen Regierung auf sich gezogen.
Auch die staatlichen Sender streichen La-Liga-Spiele mit Mbappés Verein Real Madrid aus dem Programm, nachdem die Beliebtheit des Franzosen aufgrund von Äußerungen, in denen er den ehemaligen Vorsitzenden und Gründer des Landes, Mao Zedong, als „Diktator“ bezeichnete, stark gesunken ist. Diese Äußerung fiel während eines Auftritts in der Sendung „The Bridge“, wobei sich der Clip am Montagabend viral verbreitete.
Rückendeckung für Mbappe
Mbappé, Real Madrid und die La Liga bemühen sich nun um Schadensbegrenzung. Die beiden Letzteren haben sich von den Äußerungen distanziert, während Ersterer eine Entschuldigung abgegeben hat, die „ernst genommen“ wird. Zuletzt gab es auch noch Kritik von LaLiga-Präsident Javier Tebas.

Alle Beteiligten versuchen jetzt, die Wogen zu glätten. FFF-Präsident Diallo hat sich nun für den Stürmer von Real Madrid eingesetzt. „Ich habe diese Kontroverse mitverfolgt, die sicherlich etwas übertrieben ist. Ich glaube nicht, dass Kylian in irgendeiner Weise das Ansehen eines chinesischen Staatschefs schädigen oder das chinesische Volk beleidigen oder verärgern wollte“, erklärte er im Rahmen eines Interviews mit Ouest France.
Er fügte hinzu: „Ich denke, dass es sich jedenfalls nicht um eine Kontroverse handelt, die lange anhalten wird. Zumindest hoffe ich das. Ich finde, Kylian hat den Kontext, in dem die Äußerung fiel, sehr gut erklärt. Er hat sich entschuldigt. Ich denke, wir sollten es dabei belassen, damit er seine Saison unter den bestmöglichen Bedingungen fortsetzen kann.“
