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Abrechnung mit der DFB-Elf: Podolski vermisst „Typen“

Lukas Podolski
Foto: IMAGO

Lukas Podolski wurde einst mit der deutschen Nationalmannschaft Weltmeister. Vom aktuellen DFB-Team ist der Ex-Profi enttäuscht.

Im Interview mit Bild rechnete der 41-Jährige mit der aktuellen Generation an Nationalspielern ab. Laut Podolski würden dem DFB-Team schlicht „die Typen“ fehlen. „Es übernimmt keiner Verantwortung. Man liegt hinten – und es rappelt sich keiner auf, keiner hilft dem anderen“, monierte der langjährige Profi des 1. FC Köln.

„Das ist keine Einheit bei der WM in Amerika gewesen, angefangen vom Trainer bis zur Mannschaft. Sonst wären auch diese Probleme im Camp nicht herausgekommen“, ist sich der Weltmeister von 2014 sicher und erinnerte sich an seine Turniere im DFB-Dress zurück: „Das war zu meiner Zeit anders, da hat es sicher auch mal gekracht, aber grundsätzlich stimmte die Chemie, wir hatten Spaß – sonst wären wir ab 2006 nicht immer mindestens bis ins Halbfinale bei einem Turnier gekommen.“

Podolski warnt: Der Trainerwechsel von Nagelsmann zu Klopp alleine reicht nicht

Nach dem enttäuschenden Aus im Sechzehntelfinale gegen Außenseiter Paraguay trat Bundestrainer Julian Nagelsmann zurück. Jürgen Klopp wird wohl die Nachfolge antreten, die Unterschrift des 59-Jährigen ist nur noch Formsache. Eine gute Wahl, findet Podolski: „Jürgen Klopp ist die richtige Lösung als Bundestrainer. Nicht nur wegen seiner Art, sondern auch mit seinem Ansatz, Fußball spielen zu lassen.“

Allerdings dürfte man Klopp nicht als Wunderheiler sehen, der die deutsche Nationalmannschaft auf Anhieb zurück in die Weltspitze führt. „Er wird die Mannschaft nicht komplett ändern können. Ein Großteil der Spieler wird bleiben. Als ­Vereinstrainer in Dortmund und in Liverpool war das anders“, betonte Podolski: „Dort konnte er sich die Spieler für sein System aussuchen. Das ist bei der Nationalmannschaft etwas schwieriger. In Deutschland fehlen seit Jahren auf einigen Positionen Weltklassespieler.“

Lukas Podolski
Foto: IMAGO

Der DFB benötige daher „Veränderungen und andere Strukturen, um in den nächsten Jahren etwas Neues aufbauen zu können.“ Für den Umbruch ist auch Podolskis ehemaliger Mitspieler Per Mertesacker im Gespräch, der nach seinem Vertragsende als Leiter der Nachwuchsakademie bei Arsenal eine Aufgabe im Verband übernehmen könnte.