Die deutsche Nationalmannschaft ist gemessen an den eigenen Ansprüchen wieder einmal zu früh ausgeschieden bei dieser WM im Sommer in Nordamerika. Lothar Matthäus, der Rekordnationalspieler des DFB, rechnete nun mit den Stars ab.
Denn: Er ist der Meinung, dass die Leistungen und das Endergebnis am Ende sogar noch schlechter waren als in den Jahren 2018 und 2022.
In seiner BILD-Kolumne sorgte Matthäus schon in der Einleitung für harte Worte. „Italien war für mich die größte Blamage, weil sie gar nicht dabei waren bei 48 Teilnehmern. Aber Deutschland kommt gleich dahinter, weil sie es wieder mal nicht fertiggebracht haben, die Qualität, die in unseren Spielern steckt, auf den Platz zu bringen“, schimpfte Matthäus.
Matthäus knallhart: DFB-Team viel zu schwach
Und weiter: „Spielerisch hat die Nationalmannschaft nicht überzeugt gegen die Elfenbeinküste, nicht gegen Ecuador und auch nicht gegen Paraguay. Das einzige Spiel, wo sie besser war, war gegen Curaçao. Die waren aber im ersten Spiel sehr naiv, weil sie mitspielen wollten.“

Für Matthäus fehlten der deutschen Mannschaft wichtige Tugenden und essenzielle Elemente.
„Wenn man bedenkt, dass andere kämpferisch und läuferisch überlegen waren, dann ist das auch eine Frage von Mentalität und Einstellung. Es ist für mich noch immer unbegreiflich, dass man mit diesen Spielern so früh nach Hause fährt. Die Wahrheit ist: Deutschland war schlechter als beim Vorrunden-Aus 2018 und auch als 2022. Spielerisch war es die schlechteste der drei letzten Weltmeisterschaften“, so der Rekordnationalspieler.


