Übernimmt Pep Guardiola tatsächlich die italienische Nationalmannschaft? Das Finanzielle bleibt weiterhin die große Hürde.
Zwar hat Verbandspräsident Giovanni Malago angekündigt, für den spanischen Star-Trainer „Ausnahmen“ zu machen, bisher gibt es wegen des Gehalts aber noch keine Einigung. Der Wunschkandidat soll dem Bericht zufolge bis Dienstag eine Entscheidung fällen. Der Spanier müsste bei seinen Gehaltsforderungen enorme Abstriche machen. Laut einem Bericht der Gazzetta dello Sport verlangt Guardiola rund 20 Millionen Euro pro Jahr. Der Verband soll dagegen höchstens zehn Millionen Euro jährlich für den neuen Nationaltrainer aufbringen können.
Guardiola hatte sich am Wochenende mit Paolo Maldini und Berater Leonardo in Barcelona unterhalten und über die Option gesprochen, nach fast zwei Jahrzehnten als Vereinstrainer erstmals eine Nationalmannschaft zu übernehmen. Die Aufgabe beim viermaligen Weltmeister wäre keine einfache, schließlich verpassten die Azzurri zuletzt dreimal in Folge die WM.
Alternativen zu teurem Guardiola? Mancini, Conte und Pirlo auf dem Radar Italiens
Der spanische Star-Coach war bisher für den FC Barcelona, den FC Bayern und Manchester City tätig. Bei allen Stationen feierte er große Erfolge, mit den Katalanen (2009, 2011) und den Cityzens (2023) gewann er als Trainer dreimal die Champions League. In Spanien, Deutschland und England feierte er zudem zwölf nationale Meisterschaften.
Neben Guardiola werden auch Antonio Conte, Roberto Mancini und Andrea Pirlo mit dem vakanten Posten in Verbindung gebracht. Conte hatte seinen Hut unmittelbar nach der Trennung von Gennaro Gattuso bereits selbst in den Ring geworfen, sagte aber zuletzt, dass man ihn nicht kontaktiert habe. Mancini war als Trainer bei der Euro 2021 für den letzten großen Triumph der stolzen Fußballnation verantwortlich, trainierte danach aber nur noch in der zweitklassigen Saudi Pro League sowie als Nationalcoach Saudi-Arabiens.

Pirlo würde dagegen zwar Legendenstatus als Spieler mitbringen, konnte auf der Trainerbank bisher aber auf seinen Stationen bei Juventus, Karamgümrük und Sampdoria keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Derzeit ist der 47-Jährige in den Vereinigten Arabischen Emiraten tätig.
