Die Ablösesummen im internationalen Fußball steigen weiter. Max Eberl hat nun eingeordnet, wie weit der FC Bayern dabei mitgehen kann. Eine fixe Grenze nach oben nennt der Sportvorstand nicht.
Wie groß die Dimensionen inzwischen sind, zeigen zwei Wechsel dieses Sommers: Enzo Fernández kostete Manchester City beim Transfer vom FC Chelsea 145 Millionen Euro. Für Bradley Barcola überwies der FC Liverpool 125 Millionen Euro an Paris Saint-Germain.
Ob ein Klub wie der FC Bayern eine solche Summe stemmen könnte, beantwortete Eberl in der Sport BILD unmissverständlich. „Bayern München ist stark, das hat der Verein beim Kauf von Harry Kane gezeigt. Wenn wir wollen und davon überzeugt sind, ist der FC Bayern in der Lage, auch große Transfers zu tätigen“, sagte er.
Am finanziellen Wettrüsten anderer europäischer Spitzenklubs will sich der Sportvorstand aber nicht beteiligen. Ein teurer Zugang müsse zur langfristigen Ausrichtung passen. „Wir wollen so etwas aber mit Weitblick machen“, betonte Eberl.
Eberl nennt die eigene Strategie
Welche Linie er damit meint, führte der 51-Jährige im selben Gespräch aus: „Unsere Strategie war in den vergangenen Jahren, dass wir Spieler haben wollen, die uns ermöglichen, die Champions League, die deutsche Meisterschaft und den DFB-Pokal zu gewinnen. Gleichzeitig wollen wir junge Spieler aus unserer Akademie dazunehmen, die mit uns wachsen können.“

Dass die Münchner nicht jeden Preis akzeptieren, belegt der Fall Barcola. Eberl bestätigte, dass sich der Klub mit dem französischen Offensivspieler beschäftigt hatte. Als die geforderten Summen stiegen, zogen die Bayern zurück, Liverpool zahlte anschließend 125 Millionen Euro.
Diaz kam statt Barcola
Verpflichtet wurde stattdessen Luis Diaz. Auch für den Kolumbianer gab der Klub viel Geld aus – zwar deutlich weniger, als Liverpool für Barcola überwies. Der Deal sei teuer gewesen, aber „in einer anderen Dimension als Bradley“, so Eberl.
Der Rekordeinkauf der Vereinsgeschichte bleibt damit weiter Harry Kane. Der Engländer kam 2023 von Tottenham nach München, die Sockelablöse lag bei rund 100 Millionen Euro. Eine feste finanzielle Obergrenze für künftige Transfers nannte Eberl nicht, entscheidend seien Überzeugung und die Passung zur Strategie.

