Gianni Infantino und die FIFA sammelten während der WM 2026 nicht gerade Pluspunkte. Die Liste der Kritikpunkte ist lang. Zuletzt hatte sich der Präsident des Weltverbandes noch in Richtung der Kritiker geäußert, jetzt gibt es neue Meldungen, die für Aufsehen sorgen.
Doch der Reihe nach. Bei der WM im Sommer gab es einige Kontroversen, um es vorsichtig zu formulieren.
Omar Artan, ein somalischer Schiedsrichter, wurde vom Einsatz ausgeschlossen, nachdem das Weiße Haus behauptet hatte, er habe Verbindungen zu Terrororganisationen. Gegen die FIFA wird von den Generalstaatsanwälten von New York, New Jersey, Texas und Kalifornien wegen der Ticketpreise ermittelt. Und auch der Iran bezeichnete das Turnier aufgrund von Visabeschränkungen als „Katastrophe“ für das Land.
Und jetzt ist der nächste WM-Hammer möglich. Das berichtet die englische Times.
Infantino will Anteile an der WM verkaufen
FIFA-Präsident Gianni Infantino plant demnach, Anteile an der Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen. Das soll dafür sorgen, zahlreiche Millionen an Einnahmen zu generieren.
Demnach sähe der Infantio-Plan vor, dass eine Gesellschaft gegründet wird, die im Endeffekt sowohl die WM als auch die Klub-WM kontrolliert. An der Spitze des Unternehmens würde nach Ablauf seiner letzten Amtszeit als FIFA-Boss Infantino stehen. Das sorgt wiederum dafür, dass es nicht unwahrscheinlicher wird, dass die WM noch größer wird.

Und es gibt auch durchaus schon konkrete Hinweise. Nämlich, dass Personen aus dem Umfeld der Regierung von Donald Trump zu dem Plan konsultiert worden seien. Andere Quellen berichten laut der Times, dass Joshua Kushner, der Bruder von Trumps Schwiegersohn Jared, neben der Bank JP Morgan als wichtigster potenzieller Investor gehandelt werde.
Jeder der 211 Mitgliedsverbände der FIFA würde zudem eine Beteiligung erhalten, deren Wert sich auf etwa 20 Millionen Dollar belaufen könnte. Ansonsten würde der Weltverband die Mehrheitsanteile behalten, private Investoren könnten 20-30 % kaufen.
Infantino, der beim Weltverband womöglich bis zum Sommer 2031 wiedergewählt wird, weil er derzeit nicht einmal einen Gegenkandidaten hat, würde seinen Einfluss noch weiter ausbauen und zusätzlich auch persönlich noch deutlich mehr Gehalt kassieren können.

