„Keine Verpflichtung“: Infantino verteidigt umstrittene WM-Pläne

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Gianni Infantino plant, die Weltmeisterschaft für Investoren zu öffnen. Die Kritik am FIFA-Boss wird in Europa immer lauter.

In einem Video, dass der Fußball-Weltverband am Mittwoch veröffentlichte, verteidigte der umstrittene Funktionär die Pläne. „Es ist ein Vorschlag, ein Angebot, Teil eines demokratischen Beratungsprozesses. Es ist eine Gelegenheit, aber keine Verpflichtung“, betonte Infantino.

Der Schweizer möchte über ein Tochterunternehmen der FIFA, der FIFA Forward Enterprise, alle Wettbewerbe des Verbands kontrollieren und vermarkten. Anteile an der FFE könnten dann von privaten Investoren gekauft werden. Die „Erschließung bisher nicht realisierter Werte“ sei „der logische nächste Schritt“, erklärte Infantino. Und weiter: „Nur wenn der Vorschlag von der Mehrheit unserer 211 Mitgliedsverbände sowie vom FIFA-Rat angenommen wird, würde FFE zu einer Tochtergesellschaft werden, die vollständig im Eigentum der FIFA steht und von ihr kontrolliert wird.“

CAF-Präsident Motsepe: Afrikas Verband ist offen für Infantinos Pläne

Kritik gab es vor allem aus Europa. „Keiner von uns besitzt den Fußball. Es ist nicht an der FIFA, ihn zu verkaufen. Die FIFA darf unseren Sport nicht länger nutzen, um sich selbst und ihre Freunde zu bereichern“, heißt es in einem Statement der UEFA, die den Weltverband schon im Zuge der Causa Balogun scharf kritisiert hatte. DFB-Präsident Bernd Neuendorf bezeichnete Infantinos Plan als „fatales Zeichen. Der Fußball lebt von der Akzeptanz der Gesellschaft, wir dürfen ihn nicht zum Spielball von Investoren machen.“ Die Pläne seien nicht zustimmungsfähig, so Neuendorf weiter.

Gianni Infantino
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Trotz des Gegenwinds der mächtigen Verbände stehen Infantinos Chancen, unter den 211 Mitgliedsstaaten der FIFA eine Mehrheit zu erreichen, nicht schlecht. Unterstützung gibt es zum Beispiel aus Afrika. „Wir sind entschlossen, den Dialog und die Zusammenarbeit mit ihren Mitgliedsverbänden, der FIFA, anderen Fußballkonföderationen und Interessengruppen fortzusetzen, um die finanziellen und sonstigen Ressourcen für die Entwicklung und das Wachstum des Fußballs in Afrika und weltweit zu stärken“, betonte CAF-Präsident Patrice Motsepe.

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