Die Transfersaga rund um Atlético-Stürmer Julian Alvarez will kein Ende nehmen. Trotz mehrerer deutlicher Absagen der Rojiblancos ist der FC Barcelona fest entschlossen, den argentinischen Starstürmer in diesem Sommer zu verpflichten. Die Blaugrana baut dabei vor allem auf die wechselwillige Haltung des Spielers.
Bisher lief der FC Barcelona in seinem Werben um Alvarez gegen eine rot-weiße Wand. Ein Angebot in Höhe von 100 Millionen Euro hat Atlético nicht schwach werden lassen. Im Gegenteil: Geschäftsführer Miguel Angel Gil betonte, dass auch Angebote in Höhe von 200 Millionen Euro nichts an der Haltung des Hauptstadtklubs ändern werden. Alvarez soll bleiben, der wirtschaftliche Profit wird dem sportlichen Wert des Stürmers untergeordnet.
Laut der Mundo Deportivo ist Barca allerdings weit davon entfernt sich geschlagen zu geben. Der Wechselwunsch des Argentiniers ist dabei Wasser auf die Mühlen der katalanischen Verhandlungsbemühungen. Alvarez hat bereits öffentlich um einen Transfer gebeten und will zu der Blaugrana wechseln. Barca-Präsident Joan Laporta ist überzeugt, dass die Haltung des Spielers am Ende entscheidend sein könnte. All zu viel Zeit darf man sich jedoch nicht lassen, sonst droht eine böse Überraschung.
Verzockt sich Barca bei Alvarez?
Dass Barcelona alles auf die Karte Alvarez setzt, birgt ein hohes Risiko für die erfolgreiche Kaderzusammenstellung zum Saisonstart. Sollte ein Transfer in den kommenden Wochen tatsächlich endgültig scheitern, fehlt Barca die Zeit, um einen adäquaten Ersatz zu verpflichten. In Kombination mit den Abgangsgerüchten um Ferran Torres droht die Blaugrana ohne echten Mittelstürmer im Kader dazustehen, da Robert Lewandowski den Verein bereits verlassen hat. In diesem Fall müsste Barcelona beispielsweise Flügelstürmer wie Raphinha ins Sturmzentrum beordern, eine Ideallösung wäre das nicht.
Dass Barcelona am Alvarez-Transfer festhält, begründet sich auch damit, dass kaum Alternativen von seinem Kaliber auf dem Markt verfügbar sind. Alvarez ist der absolute Wunschstürmer von Trainer Hansi Flick. Der deutsche Erfolgscoach sieht in ihm aufgrund seiner Beweglichkeit, Technik, Vielseitigkeit und Torjägerqualitäten eine ideale Nummer Neun. Auch die Arbeitsmoral des Argentiniers spielt eine wichtige Rolle. Alvarez ist sich nicht zu schade für Arbeit gegen den Ball und entlastet damit auch seine Mitspieler enorm.

Für dieses Profil Alternativen zu finden, ist kompliziert. Ein weiterer Name im Umlauf des katalanischen Kosmos ist Gala-Stürmer Victor Osimhen. Der Nigerianer bewegt sich preislich im Bereich von 75 Millionen. Schwer vorstellbar, dass die Katalanen für Osimhen eine ähnliche Summe zahlen würden.

