Borussia Dortmund hat seine Transferplanungen für diesen Sommer noch längst nicht abgeschlossen. Während die Schwarz-Gelben mit Hochdruck an einer Verpflichtung von Said El Mala arbeiten, soll Trainer Niko Kovac noch einen weiteren Wunsch hinterlegt haben: Der BVB benötigt demnach einen klassischen Abräumer für das defensive Mittelfeld.
Allerdings könnte die finanzielle Situation die Dortmunder bei der Suche deutlich einschränken. Sollte der Transfer von El Mala vom 1. FC Köln tatsächlich für eine Ablösesumme von bis zu 50 Millionen Euro über die Bühne gehen, wäre das vorhandene Transferbudget weitgehend ausgeschöpft.
Zusätzlichen Spielraum könnte vor allem ein prominenter Verkauf schaffen. Felix Nmecha wird aktuell intensiv von Newcastle United umworben. Die Engländer könnten Medienberichten zufolge sogar eine Ablöse im dreistelligen Millionenbereich bieten. Ohne einen solchen Verkauf muss Dortmund dagegen offenbar kreativ werden.
Kovac wünscht sich einen klassischen Sechser

Wie die Ruhr Nachrichten in einer Analyse zur Dortmunder Kaderplanung berichten, fehlt dem aktuellen Aufgebot weiterhin ein klarer defensiver Mittelfeldspieler. Gemeint ist ein klassischer Sechser, der vor allem gegen den Ball arbeitet, Zweikämpfe gewinnt und der Defensive zusätzliche Stabilität verleiht.
Genau einen solchen Spielertyp soll sich Niko Kovac ausdrücklich für seinen Kader gewünscht haben.
Der Handlungsbedarf im Mittelfeld kommt zu weiteren offenen Baustellen hinzu. Auch in der Innenverteidigung sowie auf den Schienenpositionen ist Borussia Dortmund aktuell vergleichsweise dünn besetzt. Entsprechend müssen die Verantwortlichen genau abwägen, auf welcher Position das verbliebene Budget eingesetzt wird.
BVB könnte auf Leihgeschäft setzen
Für die Sechserposition zeichnet sich deshalb eine kostengünstigere Lösung ab. Nach Informationen der Ruhr Nachrichten würde Dortmund nach aktuellem Stand „wohl ein Leihgeschäft anstreben“.
Konkrete Kandidaten scheinen bislang allerdings rar zu sein. Die Zeitung verweist unter anderem auf Edson Álvarez von West Ham United, der auf dem Transfermarkt verfügbar sein soll.
Der Mexikaner ist in Dortmund kein Unbekannter. Bereits vor drei Jahren beschäftigte sich der BVB intensiv mit einer Verpflichtung des defensiven Mittelfeldspielers. Damals kam der Transfer nicht zustande. Inzwischen hat sich die sportliche Situation des 28-Jährigen verändert, seine Entwicklung verlief zuletzt nicht mehr so positiv wie erhofft.
Ob Álvarez tatsächlich wieder zum konkreten Thema beim BVB wird, ist derzeit offen. Klar scheint hingegen: Sollte Dortmund nach einem möglichen El-Mala-Transfer nicht durch Spielerverkäufe zusätzliche Einnahmen generieren, könnte eine Leihe der bevorzugte Weg sein, um Kovac seinen gewünschten Abräumer doch noch zur Verfügung zu stellen.

