Die FIFA rund um Boss Gianni Infantino findet nicht zur Ruhe. Nach seinen mittlerweile verworfenen Investorenplänen hagelt es Kritik am Präsidenten.
Und der „Bürgerkrieg“ im Fußball hat sich verschärft: Norwegen fordert den Rücktritt von Gianni Infantino und behauptet, er habe das für die Führung der Organisation notwendige „institutionelle Vertrauen“ verloren.
Diese Haltung wurde eingenommen, nachdem die Verbände von Mexiko und Argentinien den unter Druck stehenden FIFA-Präsidenten unterstützt hatten – und nachdem Infantino zuvor bereits Rückendeckung von der Afrikanischen Fußballkonföderation (CAF) erhalten hatte.
Die Fronten sind momentan also verhärtet. Und eine einheitliche Lösung ist nicht in Sicht.
Infantino-Rücktritt gefordert
Die Spaltung der verschiedenen Fraktionen erfolgte eine Woche nachdem Infantino seinen Vorschlag aufgegeben hatte, durch den Verkauf einer Beteiligung an den kommerziellen Rechten der Weltmeisterschaft und anderer Turniere Milliarden Pfund einzunehmen.
Angesichts der Nachwirkungen dieser Kontroverse geriet seine Position zunehmend unter Druck, und die Präsidentin des norwegischen Fußballverbands, Lise Klaveness, erklärte, Infantino genieße nicht mehr das Vertrauen der Fußballgemeinschaft.

„Ihm fehlt das institutionelle Vertrauen, das erforderlich ist, um die FIFA in den aktuellen Zeiten stabil zu führen. Für Gianni Infantino gibt es kein Zurück mehr“, sagte Klaveness, eine ausgebildete Juristin.
Und weiter: „Die internationale Zusammenarbeit im Fußball steckt in großen Schwierigkeiten, und wir brauchen jetzt einen Grund, um zusammenzukommen. Deshalb fordern wir den FIFA-Präsidenten auf, sofort zurückzutreten.“
Die weiteren Entwicklungen werden spannend zu verfolgen sein. Aktuell spricht nicht viel dafür, dass Infantino wirklich sehr zeitnah zurücktreten will. Auch nicht, obwohl es zuletzt Kritik aus dem eigenen FIFA-Lager gegeben hatte.

