Brisanter Bericht: Plant die UEFA „Anti-FIFA-Turniere“?

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Der Konflikt zwischen UEFA und FIFA könnte eine neue Dimension erreichen. Der europäische Fußballverband prüft offenbar gemeinsam mit weiteren Kontinentalverbänden die Austragung eigener Wettbewerbe ohne Beteiligung des Weltverbands. Hintergrund sind die inzwischen zurückgezogenen Pläne von FIFA-Präsident Gianni Infantino, kommerzielle Anteile an der Weltmeisterschaft zu veräußern.

Wie das US-Wirtschaftsportal Bloomberg berichtet, führt die UEFA erste Gespräche über mögliche neue Turnierformate. Daran sollen auch der asiatische Verband AFC und die für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik zuständige CONCACAF beteiligt sein. Konkrete Entscheidungen wurden bislang nicht getroffen.

UEFA: Rache an Infantino und die FIFA?

Sprecher von UEFA und CONCACAF wollten die Gespräche nicht kommentieren. Die beteiligten Verbände veröffentlichten allerdings bereits eine gemeinsame Erklärung, in der sie Infantino Täuschung und einen Vertrauensbruch vorwarfen. Sein Vorgehen entspreche nicht dem Verhalten eines verantwortungsvollen Hüters des Fußballs.

Infantino hatte geplant, über eine neu zu gründende FIFA-Tochtergesellschaft Teile der kommerziellen Rechte an der Weltmeisterschaft an externe Investoren zu verkaufen. Nach massivem Widerstand zog der 56-Jährige das Vorhaben zurück. Die UEFA fordert dennoch weiterhin seinen Rücktritt und hält auch einen Boykott künftiger FIFA-Wettbewerbe für möglich.

Gianni Infantino
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Eigene Turniere könnten die Position des Weltverbandes erheblich schwächen. Besonders die europäischen Nationalmannschaften und Spitzenvereine sind für die sportliche sowie wirtschaftliche Attraktivität der FIFA-Wettbewerbe entscheidend. Die WM 2026 soll Einnahmen von knapp 7,8 Milliarden Euro erzielt haben.

Auch eine Klub-WM ohne Vereine wie Bayern München, Real Madrid oder Paris Saint-Germain wäre für Zuschauer und Sponsoren deutlich weniger interessant. Noch handelt es sich lediglich um Vorgespräche. Der Bericht zeigt jedoch, dass UEFA, AFC und CONCACAF offenbar Möglichkeiten überlegen, sich langfristig unabhängiger von der FIFA aufzustellen.

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