Galatasaray setzt im Transferpoker um Victor Osimhen ein deutliches Zeichen. Der türkische Spitzenklub hat offenbar ein mündliches Angebot über satte 130 Millionen Euro für seinen Torjäger ausgeschlagen. Selbst bei einer solchen Summe sind die Verantwortlichen aktuell nicht bereit, über einen Verkauf des Nigerianers zu diskutieren.
Wie Sky berichtet, wurde die Offerte vom saudischen Top-Klub Al Hilal über Vermittler an Galatasaray herangetragen. Die Reaktion aus Istanbul soll eindeutig ausgefallen sein: Das Angebot wurde umgehend abgelehnt.
Demnach haben die Gala-Verantwortlichen zum jetzigen Zeitpunkt keinerlei Interesse daran, Osimhen abzugeben. Gespräche über einen möglichen Verkauf werden deshalb gar nicht erst aufgenommen.
Galatasaray blockt 130-Millionen-Offerte ab
Die Entscheidung ist durchaus bemerkenswert. Galatasaray hatte Osimhen erst vor rund einem Jahr für 75 Millionen Euro fest von der SSC Neapel verpflichtet. Zuvor war der Mittelstürmer bereits auf Leihbasis in Istanbul aktiv und hatte sich dort schnell zu einem der wichtigsten Spieler entwickelt.
Bei einem Verkauf für 130 Millionen Euro könnte der türkische Spitzenklub innerhalb kürzester Zeit einen enormen Transfergewinn verbuchen. Dennoch überwiegt offenbar die sportliche Bedeutung des Angreifers.
Osimhen ist im Angriff das zentrale Gesicht der Mannschaft und soll auch in der neuen Saison eine Schlüsselrolle einnehmen. Entsprechend sehen die Verantwortlichen derzeit offenbar keinen finanziellen Grund, bei ihrem Torjäger schwach zu werden.
Hinzu kommt die komfortable Vertragssituation. Der 27-Jährige ist noch bis 2029 an Galatasaray gebunden. Der Klub steht damit nicht unter Druck, den Nigerianer in diesem Sommer verkaufen zu müssen.
Osimhen fühlt sich in Istanbul wohl

Auch von Spielerseite gibt es aktuell keine Anzeichen für einen erzwungenen Abschied. Osimhen hat in der Vergangenheit mehrfach betont, dass er sich bei Galatasaray und in Istanbul sehr wohlfühlt.
Galatasaray kann entsprechend selbstbewusst auftreten. Selbst ein Angebot in Höhe von 130 Millionen Euro hat offenbar nicht ausgereicht, um die Verantwortlichen überhaupt an den Verhandlungstisch zu bringen.
Für potenzielle Interessenten ist die Botschaft damit vorerst klar: Wer Osimhen in diesem Sommer verpflichten möchte, müsste Galatasaray offenbar mit einem noch außergewöhnlicheren Angebot zum Umdenken bewegen.
Aktuell deutet allerdings alles darauf hin, dass der Nigerianer auch in der kommenden Saison in Istanbul auf Torejagd gehen wird. Galatasaray hat mit der Absage an die 130-Millionen-Offerte jedenfalls eindrucksvoll unterstrichen, welchen Stellenwert Osimhen im Klub genießt.

