Leverkusen-Star darf gehen: Diese Summe fordert Bayer für Palacios

Foto: IMAGO

Bei Bayer Leverkusen könnte sich bis zum Ende des Transferfensters noch einiges im zentralen Mittelfeld tun. Ezequiel Palacios ist nach seinem WM-Urlaub zwar wieder ins Training eingestiegen, seine Zukunft bei der Werkself bleibt jedoch offen. Der Argentinier liebäugelt erneut mit einem Abschied. Nun ist offenbar klar, ab welcher Summe Bayer überhaupt gesprächsbereit wäre.

Wie der kicker berichtet, liegt die Schmerzgrenze der Leverkusener bei rund 35 Millionen Euro. Selbst ein Angebot in dieser Größenordnung würde allerdings nicht automatisch zu einem Verkauf führen. Die Verantwortlichen um Geschäftsführer Fernando Carro und Sportchef Simon Rolfes würden demnach genau abwägen, ob ein Abschied des 27-Jährigen sportlich tatsächlich zu verkraften wäre.

Bayer kann die Situation vergleichsweise entspannt beobachten. Palacios besitzt einen langfristigen Vertrag bis 2030 und entsprechend gibt es keinerlei finanziellen Druck, den Mittelfeldspieler in diesem Sommer abzugeben.

Das bekam zuletzt auch Ipswich Town zu spüren. Der Premier-League-Aufsteiger soll 20 Millionen Euro für den argentinischen Nationalspieler geboten haben. Die Leverkusener lehnten die Offerte umgehend ab. Auf weitere konkrete Angebote sollen bislang nicht eingegangen sein.

Bayer fordert mindestens 35 Millionen Euro

Dass die Werkself bei Palacios nicht zu großen Zugeständnissen bereit ist, hat auch sportliche Gründe. Der Mittelfeldspieler könnte unter dem neuen Trainer Carles Martinez eine wichtige Rolle einnehmen.

Das Profil des Argentiniers passt grundsätzlich sehr gut zur angestrebten Spielweise. Palacios kann sowohl auf einer Doppelsechs als auch als Achter eingesetzt werden und bringt vor allem gegen den Ball Qualitäten mit, die für das intensive Pressing von Martinez wichtig sind.

Der 27-Jährige überzeugt mit Aggressivität, gutem Timing und seiner Fähigkeit, gegnerische Aktionen frühzeitig zu antizipieren. Gleichzeitig besitzt er genügend technische Qualität, um auch im Ballbesitz Akzente zu setzen. Seine Vielseitigkeit stellte Palacios bereits unter Xabi Alonso unter Beweis, als er zeitweise sogar in einer offensiveren Rolle als Zehner eingesetzt wurde.

Entsprechend müsste Bayer bei einem Verkauf nicht nur einen erfahrenen Spieler ersetzen, sondern einen Profi, der mehrere Rollen im Mittelfeld übernehmen kann.

Rolfes lässt Palacios-Zukunft bewusst offen

Unverkäuflich ist Palacios dennoch nicht. Rolfes hatte zuletzt die Gelegenheit, öffentlich ein klares Bekenntnis zum Argentinier abzugeben, verzichtete allerdings darauf.

Dass der Bayer-Sportchef durchaus bereit ist, bei einzelnen Spielern eine eindeutige Position einzunehmen, zeigte sich bei Ibrahim Maza. Den algerischen Shootingstar erklärte Rolfes ausdrücklich für unverkäuflich. Eine vergleichbare Aussage gab es bei Palacios nicht.

Auch von Spielerseite gibt es Hinweise darauf, dass ein Transfer zumindest ernsthaft in Betracht gezogen wird. Palacios wurde bereits in den vergangenen Jahren mehrfach mit einem Abschied aus Leverkusen in Verbindung gebracht. Einen Wechsel forcierte er bislang allerdings nie und verhielt sich trotz der wiederkehrenden Spekulationen stets professionell.

Nun hat der Weltmeister seine Berateragentur gewechselt. Ein solcher Schritt wird im Transfergeschäft häufig als Indiz dafür gewertet, dass sich ein Spieler auf dem Markt neu orientieren möchte.

Die Ausgangslage ist damit klar: Palacios kann sich offenbar eine Luftveränderung vorstellen, Bayer muss ihn aber keineswegs verkaufen. Erst ab einer Ablöse von rund 35 Millionen Euro wären die Leverkusener laut kicker ernsthaft bereit, über einen Deal nachzudenken.

Bis zum Ende des Transferfensters bleibt interessierten Klubs noch Zeit für einen Vorstoß. Nach dem deutlich abgelehnten 20-Millionen-Angebot von Ipswich ist allerdings klar, dass ein neuer Interessent finanziell wesentlich tiefer in die Tasche greifen müsste.

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