Der bereits ausgehandelte Wechsel von Lamine Camara zum FC Chelsea ist überraschend geplatzt. Obwohl zwischen den Londonern und der AS Monaco eine schriftliche Vereinbarung bestand, zog der Ligue-1-Klub seine Zustimmung kurzfristig zurück. Der 22 Jahre alte Mittelfeldspieler bleibt damit im Fürstentum.
Wie Fabrizio Romano und Peter Rutzler berichten, reagierte Chelsea äußerst verärgert auf die Entscheidung. Die Blues sollen Monacos Vorgehen intern als zutiefst unprofessionell bewerten. Demnach hatten sich die Vereine auf eine Ablöse von 55 Millionen Euro verständigt. Camara hatte auch den Medizincheck bereits absolviert.
Monaco: Lamine Camara zu Chelsea platzt wegen Balogun-Entscheidung
Ausschlaggebend für Monacos Kehrtwende waren die Verhandlungen um Folarin Balogun. Nachdem dessen Wechsel zum FC Everton neu ausgehandelt worden war, wollte Monaco offenbar nicht mehr zwei wichtige Spieler kurz vor dem Ende der Transferperiode abgeben. Daraufhin stoppte der Klub den bereits schriftlich vereinbarten Camara-Deal.
Besonders bitter für Chelsea: Auch der Balogun-Transfer kam anschließend nicht zustande. Der Wechsel des Angreifers platzte, nachdem Everton die Konditionen infolge des Medizinchecks nochmals verändern wollte. Monaco behält somit beide Spieler, während Chelsea seinen Wunschkandidaten nicht mehr verpflichten konnte.

Camara war 2024 für 15 Millionen Euro vom FC Metz nach Monaco gewechselt und besitzt einen Vertrag bis 2029. Für den Klub aus dem Fürstentum absolvierte der Senegalese 75 Pflichtspiele. Dabei erzielte er sechs Tore und bereitete elf weitere Treffer vor. Der zentrale Mittelfeldspieler ist ein klassischer Box-to-Box-Mittelfeldspieler.
Bei Chelsea war Camara als Nachfolger von Enzo Fernandez vorgesehen. Der Argentinier wechselte für 125 Millionen Pfund zu Manchester City.

