Max Eberl hat sich zur Verpflichtung von Ismael Saibari geäußert. Der Sportvorstand des FC Bayern widersprach der Annahme, der Transfer habe mit den gesundheitlichen Problemen von Jamal Musiala zu tun.
Saibari war im Sommer von der PSV Eindhoven nach München gewechselt. Der Offensivspieler kam vergleichsweise früh, im Kern stand die Personalie bereits vor der Weltmeisterschaft fest.
Zuletzt hatten einzelne Experten vermutet, der Klub habe bei diesem Wechsel bereits die Lage von Musiala mitgedacht. Genährt wurde das dadurch, dass die Verantwortlichen mehrfach betonten, sowohl die Führungsebene als auch die Mannschaft hätten schon länger von Musialas Situation gewusst. Saibari kann zudem im Zentrum eingesetzt werden.
Schweinsteiger hakt bei Eberl nach
Angesprochen wurde Eberl darauf rund um die Partie im DFB-Pokal beim VfL Osnabrück. Die Frage stellte ARD-Experte Bastian Schweinsteiger.

Eberl verwies auf einen ganz anderen Auslöser für die Suche nach einem Angreifer: „Wir haben Nicolas Jackson verloren, weil seine Leihe zu Ende war. Es war uns also klar, dass wir einen Offensivspieler holen wollten, unabhängig von Jamal. Das war immer der Plan. Wir haben zuerst versucht, Anthony Gordon zu bekommen, aber irgendwann wurde er uns zu teuer. Dann hatten wir Ismael als Topkandidaten, und wir haben gesagt, dass er sich ein bisschen von Gordon unterscheidet, das aber kein Problem ist.“
Die Variabilität des Marokkaners gab nach Darstellung des Sportvorstands den Ausschlag. „Er kann nicht nur auf den Flügeln spielen, sondern in vier verschiedenen Positionen in der Angriffsreihe. Wir hatten dann das Gefühl, dass er wirklich gut passen könnte“, sagte Eberl.
Zeitpunkt des Abschlusses als Vorteil
Schmunzelnd ergänzte Eberl mit Blick auf das Timing: „Wir sind sehr, sehr froh, dass der Deal schon vor dem Brasilien-Spiel über die Bühne war.“ Beim WM-Auftritt gegen die Selecao hatte Saibari überzeugt und einen sehenswerten Treffer erzielt.

