Harry Kane absolviert beim FC Bayern nahezu jede Partie über die volle Distanz. Nach dem Pokalspiel in Osnabrück erklärte Vincent Kompany, weshalb der Angreifer nur selten geschont werden muss. Auch in der laufenden Saison deutet der Trainer wenige Ruhephasen an.
Der Engländer hatte nach der Weltmeisterschaft zunächst etwas länger frei bekommen. Schon kurz nach seiner Rückkehr in den Trainingsbetrieb stand er wieder in der Startelf. In allen drei Pflichtspielen begann Kane, obwohl er nur wenige Einheiten in den Beinen hatte.
Im Anschluss an den 4:1-Erfolg beim Zweitligisten Osnabrück ging Kompany auf die Belastungssteuerung seines Stürmers ein. Der Trainer verwies dabei vor allem auf dessen Routine.
Kompany verweist auf schlaue Laufwege
„Harry ist einer von wenigen Spielern, die jetzt die Erfahrung haben, zu wissen, wann er wie viel Gas geben muss“, sagte Kompany. Und weiter: „Er ist sehr schlau mit seinen Laufwegen, deswegen kann er auch sehr oft die 90 Minuten spielen.“

Eine Pause werde irgendwann nötig, so der Coach, aber eben nicht in kurzen Abständen. „Er kennt seinen Körper, das hilft ihm natürlich“, ergänzte Kompany. Cleveres Energiemanagement spielt demnach eine zentrale Rolle.
Zurückgesteckt hat Kane in der Partie beim Zweitligisten allerdings nicht. Er legte viele Wege zurück und ließ sich auch immer wieder in die Tiefe fallen. Eine Häufung intensiver Sprints war dabei nicht zu beobachten.
Vertragsfrage bleibt unbeantwortet
Zum zweiten großen Thema rund um den Torjäger, dem neuen Vertrag, wollte sich Kompany nach dem Pokalspiel nicht ausführlich äußern. „Es geht für mich darum, dass man sehen kann, dass er glücklich ist“, sagte der Belgier. Alles Weitere lasse er unkommentiert, solange die Parteien miteinander sprechen.
Außergewöhnliche Qualität bescheinigte Kompany seinem Angreifer dennoch ausdrücklich. Die Verhandlungsparteien hatten zuletzt erklärt, entspannt in die Gespräche zu gehen. Ein Abschluss steht bislang nicht fest.

