Mit vier Punkten aus drei Spielen hat Bayer 04 Leverkusen einen durchwachsenen Start hingelegt. Trainer Carles Martinez steht in der Europa League in der Pflicht.
Beim 2:2 gegen den FC Augsburg hatte die Werkself zwar mehr Spielanteile, musste sich am Ende aber mit der Punkteteilung zufrieden geben. „Es war ärgerlich, weil wir in Augsburg besser gespielt haben. Nach der Pause haben wir fünf oder acht Minuten aufgehört, Fußball zu spielen. Dann steht es plötzlich 1:2 und du weißt nicht, warum“, ärgerte sich Geschäftsführer Sport Simon Rolfes: „Aber wie schon in Elversberg hatten wir den Gegner in Phasen selbst wieder ins Spiel gebracht. Wir haben ihnen große Möglichkeiten und Tore gegeben. Deshalb haben wir zu wenig Punkte für das, was wir hätten holen können.“
Die Leistungsschwankungen innerhalb der 90 Minuten müsse der Trainer unter Kontrolle bringen, erklärte Rolfes: „Das ist absolut die Aufgabe des Trainers. Wenn wir diese Konzentration und diese Galligkeit in jeder Situation haben, sind wir eine starke Mannschaft und werden viele Punkte holen. Daran müssen wir arbeiten.“
Bayer-Coach selbstkritisch: „Entscheidende Aktionen nicht gut geführt“
Martinez äußerte sich selbstkritisch. „Wenn eine Mannschaft wie Augsburg im Rhythmus ist und Selbstvertrauen hat, musst du bereit sein, weil sich ein Spiel innerhalb einer Minute verändern kann. Wir haben die Zweikämpfe und die entscheidenden Aktionen nicht gut genug geführt. Im Fußball entscheiden solche Details“, zitiert Bild den Spanier, der im Sommer aus Toulouse kam und die Nachfolge von Kasper Hjulmand in Leverkusen antrat.

Schon am Mittwoch hat die Werkself die Chance, den nächsten Schritt zu machen. Zum Start der Europa League gastiert NK Celje in der BayArena. Gegen den Außenseiter aus Slowenien ist ein Sieg Pflicht. „Die Europa League ist ein sehr wichtiger Wettbewerb. Wir haben ein Heimspiel, und da müssen wir alles zeigen“, forderte Rolfes mit Blick auf das erste internationale Pflichtspiel unter Martinez.

