Mit einer Kopf-ab-Geste beim Torjubel hat Paris Brunner für Tumulte gesorgt, jetzt könnte es dem deutschen Senkrechtstarter in Diensten der AS Monaco selbst an den Kragen gehen. Die Ethik-Komission der Ligue 1 hat sich nun eingeschaltet, um den Aussetzer des Stürmers zu überprüfen. Brunner drohen laut der Plattform Goal, welche sich auf einen Bericht der L’Équipe beruft, bis zu vier Spiele Sperre.
Die zu überprüfende Szene ereignete sich im Rahmen des Auswärtsspiels von Brunner und den Monegassen bei Racing Straßburg. Der 20-Jährige hatte gerade sehenswert den Ausgleichstreffer zum 1:1 erzielt, da eskalierte die Situation beim anschließenden Torjubel. Brunner zog mit Blick auf den gegnerischen Fanblock den Finger über die Kehle, was wiederum eine Reaktion der Straßburg-Anhänger in Form eines Pfeifkonzerts hervorrief. Vom Schiedsrichter wurde die Aktion Brunner zunächst nicht geahndet, ein Nachspiel wird es allerdings trotzdem geben.
Muss Monaco einen ganzen Monat auf Brunner verzichten?
Falls Brunners Geste tatsächlich einen Verstoß gegen die Verhaltensregeln des französischen Fußballverbands darstellt, könnte eine Sperre von bis zu vier Spielen ausgesprochen werden. ,,Unserer vorläufigen Einschätzung nach könnte die Geste des Spielers einen Verstoß gegen den in der Ethik-Charta festgeschriebenen Grundsatz des vorbildlichen Verhaltens darstellen,“ sagt Frederic Thiriez, der Präsident des unabhängigen Nationalen Ethikrats des französischen Fußballverbands.

Nun heißt es also zunächst abwarten für Brunner, dessen Erklärung für sein Handeln ihn wohl nicht vor der Strafe schützen wird. ,,Sie haben über meine Familie, meine Mutter und meinen Vater gesprochen. Ich konnte diejenigen sehen, die mich beleidigt haben. Nach dem Tor waren sehr viele Emotionen im Spiel, vor allem nach einem solchen Treffer. Ich wollte nicht respektlos sein.“
Sollte es tatsächlich zu einer Sperre kommen, wird der momentan auf der Überholspur agierende Brunner herbe ausgebremst. In dieser Saison präsentiert sich der ehemalige Dortmunder in bestechender Form und erzielte durch den Ausgleichstreffer bereits sein drittes Saisontor. Wettbewerbsübergreifend hat Brunner sogar schon fünfmal geknipst, unter Trainer Filipe Luis nimmt der 20-Jährige aktuell (zumindest sportlich) den nächsten Entwicklungsschritt.

