Trotz Verlängerung: Eberl sorgt beim FC Bayern weiter für Zündstoff

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Die Verlängerung von Max Eberl beim FC Bayern war im Aufsichtsrat offenbar nicht unumstritten. Das Gremium stimmte dem Papier laut einem Bericht nicht einstimmig zu. Karl-Heinz Rummenigge soll sich der Stimme enthalten haben.

Wie Sport1 berichtet, erhielt Eberls Arbeitspapier bis 2029 im Aufsichtsrat kein einheitliches Votum. Zuvor hatte Präsident Herbert Hainer öffentlich bestritten, dass der Entscheidung ein längeres Ringen in der Führungsetage vorausgegangen sei.

In diesem Licht bekommt eine Äußerung von Uli Hoeneß zusätzliches Gewicht. Der Ehrenpräsident hatte am Montag erstmals bestätigt, dass seine frühe Festlegung auf eine Verlängerung im Klub für Unmut gesorgt hatte.

„Mit meinem Interview am Tegernsee, mit meinen 100 Prozent, habe ich genug Ärger gehabt – intern“, sagte Hoeneß. Dem Bericht zufolge soll gerade Rummenigge besonders scharf kritisiert haben, dass Hoeneß das Ergebnis der späteren Abstimmung vorweggenommen hatte.

Enthaltung als doppeltes Signal

Karl Heinz-Rummenigge
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Sport1 deutet das Verhalten des früheren Vorstandsvorsitzenden als Nachricht in zwei Richtungen. Demnach verfolge Rummenigge Eberls Tätigkeit weiterhin mit Skepsis und sei von dessen Arbeit nicht restlos überzeugt.

Zugleich soll die Enthaltung ein Zeichen an die eigene Führungsriege gewesen sein. Rummenigge wolle nicht jeden Beschluss, den Hoeneß und Hainer vorbereiten, ohne Weiteres mittragen.

Hoeneß selbst hatte erläutert, weshalb er Eberls Arbeit inzwischen positiver bewertet. Der Sportvorstand habe sich intern mehr geöffnet und halte die zentralen Entscheidungsträger nun besser auf dem Laufenden. „Er hatte davor so ein bisschen ein Eigenbrötler-Dasein geführt und das hat uns nicht gefallen. Das hat er aber grundlegend geändert!“, so der Ehrenpräsident, der auch mit Eberls Transferarbeit zufrieden ist.

Debatte über die Rolle des Aufsichtsrats

Hinter dem Fall Eberl steckt laut Sport1 eine breitere Auseinandersetzung. Im Verein werde kritisch registriert, dass der Aufsichtsrat immer stärker in das Tagesgeschäft hineinwirke. Gewichtige Stimmen sollen sich einen Vorstand wünschen, der eigenständig handelt und nicht dauerhaft Vorgaben des Gremiums umsetzt.

Eberls Zukunft ist mit dem Vertrag bis 2029 geregelt. Wie Zuständigkeiten und Verantwortung beim FC Bayern künftig verteilt werden, ist dem Bericht zufolge weiter offen.

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