Max Eberl hat sich in der Debatte um Joshua Kimmich klar positioniert. Der Sportvorstand des FC Bayern hält die Kritik am Kapitän der Nationalmannschaft für unbegründet. Auch Michael Ballack verteidigt den 31-Jährigen.
Hintergrund sind die vergangenen Länderspiele in der Nations League unter Bundestrainer Jürgen Klopp. Kimmich wusste dort nicht in jeder Partie zu überzeugen. Tom Bischof und Aleksandar Pavlovic brachten im Mittelfeld dagegen phasenweise mehr Schwung ins Spiel.
Vor allem Kimmichs Art zu spielen geriet in die Kritik. Ihm wurde vorgeworfen, den Aufbau zu oft zu verlangsamen. Einige Experten zweifelten daraufhin offen an seinem Stammplatz in der Startelf.
Eberl lobt auch Bischof und Pavlović
Im Anschluss an das 2:2 der Münchner in Augsburg meldete sich Eberl deutlich zu Wort. „Ich finde das absolut absurd. Er ist ein Leader, der von vorne führt“, sagte der 52-Jährige mit Blick auf die Zweifel an Kimmichs Qualitäten.

Zudem unterstrich Eberl den Wert des Mittelfeldspielers für Klub und DFB-Team: „Für mich ist Kimmich ein herausragender deutscher Nationalspieler. Wir sollten dankbar sein, einen Spieler wie ihn in unserem Team zu haben.“ Die jüngeren Konkurrenten wollte er dabei ausdrücklich nicht kleinreden: „Bischof ist ebenfalls ein herausragender Spieler, und ebenso Pavlović“.
Ballack verweist auf Klopps Tests
Rückendeckung kommt auch vom früheren DFB-Kapitän Michael Ballack. „Das ist mir etwas zu viel. Kimmich ist immer noch ein wichtiger Teil der Nationalmannschaft, er ist der Kapitän“, sagte er bei DAZN. Die Ursache der Debatte sieht Ballack in den vielen personellen Versuchen des Bundestrainers.
„Diese Diskussion existiert wirklich nur, weil Jürgen Klopp viele Spieler getestet hat und andere gut abgeschnitten haben. Er wird diese Diskussion durchstehen“, so Ballack. Zuvor hatte sich bereits Rekordnationalspieler Lothar Matthäus öffentlich für Kimmich ausgesprochen und auf dessen Qualitäten hingewiesen.
Im Verein ist Kimmichs Rolle unumstritten. Unter Trainer Vincent Kompany zählt er zu den wichtigsten Führungsspielern und hat seinen Platz im Zentrum sicher. In Augsburg lieferte er eine solide Partie ab.

