Die großen Favoriten des Abends sind eine Runde weiter: Sowohl der FC Bayern als auch Leverkusen meistern ihre Pflichtaufgaben gegen Zweitligisten, wobei die Werkself zwischendurch ordentlich um den Achtelfinal-Einzug zittern muss. Derweil scheitert Hoffenheim in Kiel dramatisch vom Punkt, während Hannover auch gegen Kaiserslautern weiter auf den ersten Sieg unter Sandro Wagner warten muss.
Am späten Mittwochabend wurden die restlichen vier der sechzehn verbleibenden Teilnehmer für das DFB-Pokal-Achtelfinale ermittelt. Der 1. FC Magdeburg musste dabei beim FC Bayern in der Allianz Arena bestehen, während der 1. FC Nürnberg die Hürde BayArena und Leverkusen nehmen musste. Auch die TSG Hoffenheim war gegen einen Zweitligisten gefordert. Für die Kraichgauer ging es in den hohen Norden zu Holstein Kiel. Außerdem duellierten sich Hannover 96 und der 1. FC Kaiserslautern im einzigen reinen Zweitliga-Duell des Abends.
Der Münchner Pokalabend nahm früh Form an, als Michael Olise nach zehn Minuten zum 1:0 einschob. Auf der Gegenseite machte Mateusz Zochowski Jonathan Tah nass und traf abgefälscht aus der Distanz zum überraschenden Ausgleich (15.). Eine Pokal-Sensation deutete sich aber nicht wirklich an: Ismail Saibari besorgte die erneute Münchner Führung (21.) und in der Folge hatten die Hausherren trotz Nadelstichen der Gäste und Pfosten-Treffers von Baris Atik (45.) die Partie unter Kontrolle.
Nach dem Seitenwechsel schnürte Olise per lässigem Chip vom Punkt seinen Doppelpack (51.). Alphonso Davies (70.), der bereits den Foulelfmeter herausgeholt hatte, sowie Nathaniel Brown (73.) ließen weitere Treffer folgen. Der erst 19-jährige David Santos Daiber sorgte mit einem Distanztreffer für den 6:1-Endstand.
Leverkusen feiert Comeback-Sieg

In Leverkusen schnupperte Zweitligist Nürnberg derweil an einer Pokal-Überraschung. Rafael Lubach brachte die Gäste aus der Distanz in Führung (14.), woraufhin Sigurd Haugen nach stark gespieltem Konter auf 2:0 für den Underdog erhöhte (30.). Erst kurz vor der Pause bekam Leverkusen allmählich einen Fuß in die Tür, Edmond Tapsoba sorgte für den Anschlusstreffer (41.) – und wenige Minuten nach dem Seitenwechsel sogar auch für den Ausgleich (49.).
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In der Folge war die Werkself die klar überlegene Mannschaft, ein Foulelfmeter für Leverkusen und die Führung durch Patrik Schick waren die Folge (70.). Jonas Hofmann erhöhte wenig später aus der Distanz auf 4:2 (78.). Den 5:2-Schlusspunkt eines rasanten Pokalspiels setzte Lucas Vázquez, der kurz vor Ende der regulären Spielzeit per sehenswerter Direktabnahme traf (89.).
Derweil bleibt Hannover 96 auch in Spiel vier unter Sandro Wagner sieglos, gegen Kaiserslautern setzte es eine 0:2-Pleite. Milos Lukovic brachte die Gäste aus der Pfalz früh in Führung gebracht (14.). Die Reaktion der Hausherren fiel allerdings alles andere als schlecht aus: Hannover spielte sich einige gute Möglichkeiten heraus, scheiterte aber an Julian Kral oder am eigenen Unvermögen. Die Lauterer zeigten sich derweil maximal effizient, Torjäger Ivan Prtaijn machte kurz vor Schluss den Deckel zum 2:0 drauf (86.).
An der Kieler Förde erwischte die TSG einen Traumstart und ging nach elf Minuten durch einen Volley von Adam Hložek in Führung. Das vermeintliche 2:0 durch Tim Lemperle wurde wegen Abseits zurückgenommen, dafür gelang den Kielern im direkten Gegenzug der Ausgleich durch Adrian Kapralik (23.). Den Zuschauern auf der „Baustelle von Kiel“ bot sich in der Folge ein ausgeglichenes und kampfbetontes Pokalspiel, in dem beide Mannschaften zu ihren Chancen kamen. Am Ende ging es beim Stand von 1:1 in die Verlängerung. In dieser gingen beiden Mannschaften sichtlich die Kräfte aus. Hintenraus gab es zwar nochmal Chancen auf beiden Seite, ohne dass der Ball aber im Tor landete.
So musste der letzte DFB-Pokal-Achteflinalist im Elfmeterschießen entschieden werden. Dort verfehlte Giorgi Kvilitaia direkt zum Start für Kiel, dafür vergab Leon Avdullahu den dritten Versuch für Hoffenheim. Vor dem fünften Elfmeter stand es 3:3 – und nachdem Phil Harres die Hausherren in Front schoss, war es schließlich Mats Rots, der kein Vorbeikommen an Kiel-Schlussmann Lio Rothenhagen fand und damit zur tragischen Figur des Abends wurde. Die in der Liga krisengebeutelten Kieler feiern einen Pokal-Coup über Hoffenheim und sichern sich das Achtelfinal-Ticket.
