Bei Hannover 96 kippt die Stimmung nach einem enttäuschenden Saisonstart immer weiter. Statt im Aufstiegsrennen mitzumischen, kämpfen die Niedersachsen inzwischen gegen den Absturz in die Dritte Liga. Am letzten Wochenende gab es für die 96er eine 0:2-Niederlage im Derby gegen Eintracht Braunschweig. Dadurch rutschte Hannover auf den 16. Tabellenplatz ab. Am Mittwochabend schied man außerdem gegen den 1. FC Kaiserslautern aus dem DFB-Pokal aus.
Auch der Trainerwechsel von Christian Titz zu Sandro Wagner brachte bislang also nicht die erhoffte Wende. Mittlerweile wächst damit der Druck auf die Verantwortlichen des Vereins. Neben Übungsleiter Wagner gerät zunehmend auch Sportgeschäftsführer Jonas Boldt in den Fokus. Der 44-Jährige war erst im Sommer nach Hannover gekommen, um den Verein sportlich und strukturell voranzubringen. Nun steht offenbar sogar seine eigene Zukunft zur Debatte!
Zweifel an Boldt in Hannover wachsen
Die Zukunft von Jonas Boldt bei Hannover 96 steht infolge des enttäuschenden Saisonstarts des Zweitligisten zunehmend infrage. Das geht aus einem Artikel der BILD hervor. Den Informationen des Boulevard-Blatts zufolge gebe es intern erhebliche Zweifel am Sportgeschäftsführer des Vereins. Demnach soll sich Hauptgesellschafter Martin Kind inzwischen vom 44-Jährigen abgewendet haben, heißt es. Ein vorzeitiges Ende der Zusammenarbeit sei deshalb mittlerweile nicht mehr ausgeschlossen.

Besonders negativ sei intern zuletzt angekommen, dass Boldt vor dem Niedersachsen-Derby gegen Eintracht Braunschweig einige Urlaubstage genommen hatte. Auch bei den Fans steht der Geschäftsführer in der Kritik. Einige Anhänger nehmen ihm die Entlassung von Christian Titz aus dem Cheftraineramt übel. Zudem konnten mehrere Neuzugänge bislang nicht überzeugen. Sowohl Marcel Hartel als auch Emir Sahiti und Torhüter Pascal Loretz blieben hinter den Erwartungen zurück.
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Dabei waren die Erwartungen an Boldt bei seinem Amtsantritt hoch. Der frühere Verantwortliche des Hamburger SV sollte in Hannover professionelle Strukturen schaffen und die Grundlage für die Rückkehr in die Bundesliga legen. Mittelfristig war dem Vernehmen nach sogar ein Aufstieg zum Vorstandsvorsitzenden vorgesehen. Nach den ersten neun Spieltagen der neuen Zweitligasaison stehen die 96er jetzt allerdings nur auf dem 16. Tabellenplatz des deutschen Unterhauses.
Martin Kind wollte sich zuletzt zwar nicht zu Personalfragen äußern, machte die Bedeutung des Klassenerhalts aber unmissverständlich deutlich: „Wir dürfen nicht absteigen. Dann hätte ich 30 Jahre umsonst gearbeitet. Das kann ich nicht akzeptieren.“ Am Mittwochabend gab es auch im DFB-Pokal eine Niederlage für die Niedersachsen. Somit schied man gegen den 1. FC Kaiserslautern bereits in der zweiten Runde aus. Am kommenden Wochenende trifft Hannover auf Dynamo Dresden.
