Am Freitagabend startete die 2. Bundesliga in den zehnten Spieltag. Während Arminia Bielefeld in der heimischen Schüco-Arena Eintracht Braunschweig empfing, bekam es Energie Cottbus mit Pokal-Überraschung VfL Bochum zu tun.
Der Revierklub hatte am Dienstag durch einen 2:0-Sieg gegen Bundesligist Mainz 05 überraschenderweise den Einzug ins Achtelfinale geschafft. Die englische Woche hatte aber natürlich auch Körner gekostet, während die Konkurrenz aus der Lausitz ausgeruht an den Start ging. Auch Bielelfeld und Braunschweig waren bereits in der ersten Runde des prestigeträchtigsten deutschen Pokalwettbewerb ausgeschieden.
Die Konferenz brauchte ein wenig, um richtig in Schwung zu kommen. Dann wurde in Cottbus Lucas Copado von Bochum-Keeper Timo Horn im Sechzehner regelwidrig zu Fall gebracht. Energie-Kapitän Tolcay Cigerci verwandelte den fälligen Elfmeter zur Führung der Gastgeber (21.).
Bielefeld landet Doppelschlag
In Bielefeld war die Arminia tonangebend und belohnte sich dafür. Eine Flanke von Arne Sicker nickte Maximilian Großer sehenswert per Flugkopfball ins kurze Eck (23.). Das Team von Oliver Kirch ruhte sich allerdings nicht auf dem Führungstreffer aus, sondern legte direkt nach. Nach einem Braunschweiger Ballverlust schalteten die Arminen blitzschnell um. Top-Torjäger Joel Grodowski pflückte eine Flanke sehenswert, ließ einen Verteidiger aussteigen und blieb vor Ron-Thorben Hoffmann im Braunschweiger Kasten eiskalt (27.)

Der Start in den zweiten Durchgang geriet vor allem in der Lausitz zu einem Wechselbad der Gefühle. Zunächst wurde der vermeintliche Ausgleichstreffer durch Philipp Hofmann aufgrund einer Abseitsstellung zurückgenommen (53.). Praktisch im direkten Gegenzug hämmerte Justin Butler das Spielgerät aus 20 Metern in den rechten Giebel, allerdings zählte auch dieses Tor nicht. Butler stand genau wie Hofmann zuvor in der verbotenen Zone (57.). Um das Ganze noch skurriler zu machen, wurde auch der nächste Netzeinschlag für nichtig erklärt, erneut war Hofmann der Leidtragende (61.)
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In Bielefeld zählte der nächste Treffer, allerdings für die Gäste aus Braunschweig. Aaron Opoku bekam vor dem Sechzehner zu viel Platz, den platzierten Schuss des Mittelfeldspielers konnte Jonas Kersken nicht mehr entschärfen (55.). Die Löwen verkürzten damit auf 1:2.
Die Freude währte nur kurz. Grodowski stellte mit seinem zweiten Tagestreffer auf 3:1 und damit den alten Abstand wieder her (68.). Unterdessen belohnte sich Bochum in Person von Hofmann, der im dritten Anlauf das erste Mal jubeln durfte. Eine scharfe Hereingabe von links spitzelte die Sturmkante zum Ausgleich ins Netz (70.)

Cottbus hatte in der laufenden Saison schon mehrere Führungen verspielt, auch hier bahnte sich Böses aus Sicht von Energie an. Das Wollitz-Team verlor den Ball leichtfertig in der eigenen Hälfte, der quirlige Christian Rasmussen gewann das Eins-gegen-Eins gegen Luca Erlein und schloss wuchtig zum Bochumer Lucky Punch ab (88.).
Mehr passierte dann in der Konferenz allerdings nicht mehr. Bielefeld feiert den vierten Saisonsieg und darf am Wochenende entspannt die Füße hochlegen. Selbiges gilt für Bochum, der Kraftakt befördert den Revierklub ins Mittelfeld der Tabelle.
