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Wael Mohya
IMAGO / DeFodi Images

Klopp nominiert Mohya: Wird er der drittjüngste DFB-Debütant?

Von Lukas Neth · · 2 Min Lesezeit

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Jürgen Klopp hat für seinen zweiten Kader als Bundestrainer eine besondere Überraschung parat: Wael Mohya von Borussia Mönchengladbach steht erstmals im Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft. Der Offensivspieler ist gerade einmal 17 Jahre alt und könnte bei seinem Debüt direkt in die Geschichtsbücher eingehen. Sollte er gegen Serbien oder die Niederlande zum Einsatz kommen, würde er zum drittjüngsten Nationalspieler der DFB-Geschichte aufsteigen.

„Es gibt ja nicht viele 17-Jährige, die aktuell Bundesliga spielen, und das allein ist ja schon ein herausragendes Merkmal. Aber er macht es auch gut, er macht es wirklich gut“, erklärte der Bundestrainer bei der Vorstellung seines Aufgebots.

Mohya hat sich trotz der schwierigen Situation bei Borussia Mönchengladbach in den vergangenen Monaten in den Vordergrund gespielt. Seine Leistungen in der Bundesliga haben Klopp offenbar nachhaltig beeindruckt. Der 59-Jährige beschäftigt sich bereits seit einiger Zeit mit dem Youngster und hat auch den persönlichen Austausch gesucht.

Klopp macht keine Versprechungen

Dabei geht es dem Bundestrainer nicht nur um die sportliche Entwicklung. Vor der Nominierung habe es Gespräche mit Mohya und dessen Familie gegeben. Klopp betonte, dass er die Zukunft gemeinsam mit dem Talent gestalten wolle, allerdings „ohne jetzt Versprechungen zu machen“.

Der Trainer sieht sich gerade bei jungen Spielern in einer besonderen Verantwortung. „Je jünger die Spieler sind, desto größer ist die Sorgfaltspflicht“, erklärte Klopp. Deshalb soll Mohya zunächst vor allem die Gelegenheit bekommen, die Abläufe bei der A-Nationalmannschaft kennenzulernen. Geplant sei, den 17-Jährigen während der gemeinsamen Trainingswoche intensiv zu beobachten.

„Wir haben uns darauf geeinigt, dass wir ihn mitnehmen, sozusagen mal zum Sehen“, erklärte Klopp. Ob Mohya tatsächlich im Spieltagskader landet oder sogar sein Debüt feiert, sei noch offen. „Das hängt natürlich immer auch von Trainingsleistungen ab“, stellte der Bundestrainer klar.

Von den bisherigen Gesprächen zeigte sich Klopp allerdings begeistert. „Die Gespräche mit ihm, ich hatte mittlerweile drei, die waren top“, verriet er. Mit einem Schmunzeln fügte er hinzu: „Ich war mit 17 Jahren nicht so selbstbewusst, aber ich war noch nicht so gut mit 17.“

Jürgen Klopp
Getty Images

Historischer Eintrag gegen Serbien oder die Niederlande?

Für Mohya könnte die anstehende Länderspielphase somit zu einem ganz besonderen Erlebnis werden. Am 13. November trifft Deutschland zunächst auswärts auf Serbien, drei Tage später steht in Berlin das Duell mit den Niederlanden an. Sollte der Gladbacher in einer der beiden Partien eingesetzt werden, wäre er mit 17 Jahren und rund zehn Monaten der drittjüngste DFB-Debütant aller Zeiten.

Nur Willi Baumgärtner und Marius Hiller waren bei ihrem ersten Länderspiel noch jünger. Mohya könnte damit sogar an Uwe Seeler und Youssoufa Moukoko vorbeiziehen. Ein Einsatz ist allerdings keineswegs garantiert. Klopp möchte dem Nachwuchsspieler zunächst Zeit geben, sich im Kreis der Nationalmannschaft zu zeigen.

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