Argentinien hat das Endspiel bei der Weltmeisterschaft 2026 nach Verlängerung gegen Spanien verloren. Mit 0:1 mussten sich die Argentinier geschlagen geben. Doch was nach einem knappen Spiel klingt, war lange genau das nicht.
Die Iberer haben das Spiel komplett dominiert und sich Chance um Chance herausgespielt. Den Südamerikanern fiel abgesehen von Foulspielen nicht viel ein. Das Spiel war dadurch immer wieder zerfahren, der Rhythmus kam nur selten auf.
Das sorgte für Kritik, viele Experten hatten nach dem Spiel schon ihre Meinung geäußert und den Spielstil Argentiniens nicht verstanden. Lionel Scaloni, der Trainer, der die Albiceleste zum WM-Titel 2022 führte, hat diesmal nicht überzeugen können, schon gar nicht im entscheidenden Spiel.
Matthäus kritisiert Argentinien
Nun hat der deutsche Rekordnationalspieler Lothar Matthäus scharfe Kritik an Argentinien geäußert. „Sie waren mutlos und haben sich hinreißen lassen zu Szenen, die wir auf dem Fußballplatz nicht brauchen“, schrieb er in seiner Kolumne bei Sky.
Und weiter: „Sie haben sich als schlechte Verlierer gezeigt und sie haben keinen Spalier für die Spanier gebildet, das fand ich sehr schade. Ich verstehe die Enttäuschung, aber es ist eine Frage des Respekts gegenüber einer Mannschaft, die verdient Weltmeister geworden ist.“

Wirklich begeistert war Matthäus vom Turnier und den Umständen auch nicht. „Angefangen mit den Trinkpausen, über die Einmischung der Politik bis zur Halbzeitshow im Finale. Ich habe gedacht: „Hoffentlich ist das bald vorbei!“ Das waren alles tolle Künstler, aber am falschen Ort und zum falschen Zeitpunkt“, monierte der Ex-Profi.
Nach der Finalniederlage sieht Matthäus die WM-Karriere von Lionel Messi als beendet an. „Ich traue ihm nicht zu, mit 43 noch eine Weltmeisterschaft zu spielen, aber ich könnte nicht sagen, ob es sein letztes Länderspiel war“, so der Weltmeister von 1990.


