Robert Lewandowski hätte sich bereits Anfang des Jahres einen der lukrativsten Verträge seiner Karriere sichern können. Wie sein Berater Pini Zahavi nun verriet, lag dem polnischen Torjäger ein Angebot aus Saudi-Arabien in Höhe von insgesamt 200 Millionen Euro vor. Der ehemalige Bayern-Stürmer entschied sich dennoch bewusst dagegen – weil er seinen Vertrag beim FC Barcelona erfüllen wollte.
In einem Interview mit der spanischen Zeitung SPORT sprach Zahavi ausführlich über die Zukunftsplanung seines prominenten Klienten und enthüllte dabei bislang unbekannte Details aus dem Transferpoker. Demnach erhielt Lewandowski im Januar 2026 eine Offerte über 100 Millionen Euro pro Saison für zwei Jahre.
Auf die Frage, warum Lewandowski ein Angebot dieser Größenordnung ausgeschlagen habe, antwortete Zahavi unmissverständlich: „Weil er bei Barcelona spielen wollte.“
Für den 37-Jährigen sei Geld in diesem Fall nicht ausschlaggebend gewesen. Vielmehr habe der Wunsch im Vordergrund gestanden, weiterhin das Trikot der Katalanen zu tragen und eine wichtige Rolle im Team einzunehmen. Nach Angaben seines Beraters wollte auch Barça-Präsident Joan Laporta den Stürmer unbedingt halten.
„Du weißt ja, dass Joan Laporta ihn wirklich liebt! Und er wollte, dass Robert noch ein Jahr länger im Camp Nou spielt. Ich habe im Dezember mit ihm darüber gesprochen, und er sagte mir damals: ‚Ich möchte, dass Robert bleibt.’“
Sportliche Perspektive änderte alles

Letztlich scheiterte ein weiteres Jahr in Barcelona jedoch nicht am Präsidenten, sondern an der sportlichen Planung. Laut Zahavi konnten Sportdirektor Deco und Trainer Hansi Flick Lewandowski keinen Stammplatz garantieren. „Sie konnten Robert keinen Platz in der Startelf garantieren, was für ihn sogar wichtiger war als das Geld.“
Erst als klar wurde, dass seine sportliche Zukunft beim FC Barcelona offen war, begann das Management des Angreifers, sich intensiver mit Alternativen auseinanderzusetzen. Dabei spielten zunächst erneut Klubs aus Saudi-Arabien sowie Vereine aus Katar eine Rolle. Parallel gab es laut Zahavi auch Anfragen aus Portugal und Italien, unter anderem vom FC Porto, AC Mailand und Juventus Turin.
Am Ende entschied sich Lewandowski jedoch für einen Wechsel in die MLS zu Chicago Fire. Nach Angaben seines Beraters überzeugte den Polen vor allem die sportliche Perspektive. Der US-Klub habe sich über viele Monate intensiv um den Angreifer bemüht und ihm eine zentrale Rolle im Projekt zugesichert.
Trotz seines Abschieds betonte Zahavi, dass die Verbindung zwischen Lewandowski und dem FC Barcelona weiterhin sehr eng sei. Laporta habe ihm sogar mit auf den Weg gegeben: „Sag Robert, dass wir ihn lieben. Er ist Teil unserer Geschichte, der Mann, der Barça gerettet hat.“ Aussagen, die nach Ansicht des Beraters zeigen, dass Lewandowski die Türen beim spanischen Traditionsverein auch über seine aktive Karriere hinaus offenstehen.

