Der 1. FC Köln muss bei der Suche nach einem neuen defensiven Mittelfeldspieler den nächsten Rückschlag hinnehmen. Die Rheinländer haben sich um Vinicius Souza vom VfL Wolfsburg bemüht, sind mit ihrem Angebot beim Bundesliga-Absteiger jedoch abgeblitzt. Der Brasilianer spielt in den sportlichen Planungen der Niedersachsen eine wichtige Rolle.
Wie der Kicker berichtet, wollte Köln Souza zunächst ausleihen und sich zusätzlich eine Kaufoption sichern. Der VfL lehnte die Offerte allerdings ab. Wolfsburg plant für die kommende Zweitligasaison fest mit dem Mittelfeldabräumer, der unter Neu-Trainer Tobias Strobl im Zentrum gesetzt sein soll.
Köln: Kein Souza, kein Skhiri?
Die Verpflichtung eines neuen Sechsers gehört nach dem Abgang von Eric Martel zum 1. FSV Mainz 05 zu den wichtigsten Aufgaben der Kölner Kaderplanung. Geschäftsführer Thomas Kessler und Kaderplaner Tim Steidten suchen seitdem einen neuen Mittelfeldchef, der insbesondere defensiv sehr stark sein soll.
Zuvor wurden bereits Edson Alvarez von West Ham United und der frühere Kölner Ellyes Skhiri von Eintracht Frankfurt gehandelt. Bei beiden Spielern deutet derzeit jedoch wenig auf einen Wechsel zum FC hin. Souza rückte deshalb als weitere Option in den Fokus.
Der Brasilianer war im vergangenen Sommer für 15 Millionen Euro von Sheffield United nach Wolfsburg gewechselt. Seine erste Saison verlief zunächst enttäuschend. Souza wurde lange auf einer offensiveren Position eingesetzt und später zeitweise gar nicht mehr berücksichtigt.
Erst unter dem damaligen Trainer und heutigen Geschäftsführer Dieter Hecking erhielt der Rechtsfuß regelmäßig Einsätze auf seiner angestammten Position im defensiven Mittelfeld. Dort zeigte er, welchen Wert er mit seiner Physis und Zweikampfstärke für die Mannschaft besitzen kann. Im Saisonendspurt sowie in den Relegationsspielen gegen den SC Paderborn, war der 27-Jährige ein Hoffnungsschimmer, konnte den Abstieg letztendlich jedoch auch nicht verhindern.
Wolfsburg dürfte Souza nur bei einem Angebot im Bereich der selbst gezahlten 15 Millionen Euro abgeben. Eine solche Summe ist für Köln kaum realisierbar, sodass ein Transfer wohl scheitern wird.

