FIFA-Präsident Gianni Infantino ist derzeit in aller Munde. Seine Vorschläge zur WM-Reform kamen alles andere als gut an. Ihm werden Erpressung und das Streben nach noch mehr Macht, Einfluss und Geld vorgeworfen.
Sein Plan sieht vor, Teile der WM an private Investoren zu verkaufen. Das steigert die Einnahmen deutlich. Er forderte zuletzt auch von den Mitgliedsverbänden eine schnelle Entscheidung, was diese Themen angeht.
Dambei hatte er die Rechnung aber vor allem ohne die UEFA gemacht, die ihm vehement widersprach und dafür sorgte, dass sogar ein WM-Boykott angedroht wurde.
Infantino steht jetzt sogar unter Druck, manch ein Gremium ist der Meinung, dass es für ihn besser ist sich zurückzuziehen, sogar ein Blitz-Aus scheint vorstellbar zu sein.
Bayern-Präsident kritisiert Infantino erneut
Herbert Hainer, Präsident des FC Bayern, hat nun erneut Kritik am FIFA-Boss geäußert. Diesmal im Rahmen der Asien-Reise des Rekordmeisters. „Ich bin der Überzeugung, dass es jetzt starke Bestrebungen gibt, das detailliert aufzuarbeiten und dann auch die nötigen Konsequenzen daraus zu ziehen. Damit eben solche Dinge nicht mehr passieren und man in Zukunft einen deutlich demokratischeren Prozess hat, die Mitgliedsländer und die Konföderationen alle mit eingebunden werden, wenn solche Entscheidungen vorbereitet werden“, so Hainer.

Auf eine konkrete Nachfrage der BILD zur Zukunft von Infantino äußerte er sich wie folgt: „Das kann ich jetzt nicht sagen, das entscheiden die Mitgliedsländer. Aber Fakt ist, dass sehr viel Druck da ist, um das Ganze aufzuklären, zu erklären, wie es denn überhaupt so weit kommen konnte, dass so ein Vorschlag da ist, ohne dass die ganzen Konfederationen mit einbezogen sind.“
Und weiter: „Wenn ich das richtig gelesen habe, dann ist selbst einer der engsten Berater von Gianni nicht involviert gewesen. Das wird bestimmt jetzt detailliert aufgearbeitet, weil so viel Druck da ist, und dann wird man sicherlich auch die nötigen Konsequenzen ziehen. Wie immer die auch aussehen, aber die wird es mit Sicherheit geben.“

