Radikaler Kader-Umbruch: Schalke will noch neun Profis loswerden

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Beim FC Schalke 04 ist die Kaderplanung für die neue Bundesliga-Saison noch längst nicht abgeschlossen. Während die Königsblauen bereits Verstärkungen verpflichtet haben, soll auf der Abgangsseite noch einiges passieren. Gleich neun Profis gelten als mögliche Verkaufskandidaten. Ein größerer Transfer ist aus wirtschaftlichen Gründen offenbar sogar notwendig.

Wie FussballTransfers berichtet, könnte insbesondere in der Offensive noch Bewegung entstehen. Zu den Kandidaten gehört Christian Gomis. Der 26-Jährige war erst vor einem Jahr für rund 1,5 Millionen Euro verpflichtet worden, konnte die Erwartungen in seiner ersten Saison auf Schalke allerdings nicht erfüllen.

Entsprechend darf der Angreifer den Verein bereits wieder verlassen. Zwischenzeitlich stand eine Leihe zu Austria Wien im Raum, konkret wurde ein Wechsel bislang jedoch nicht.

Auch bei Bryan Lasme ist die Zukunft offen. Trainer Miron Muslic bezeichnete den schnellen Offensivspieler während der Vorbereitung zwar als „Waffe“, eine erneute Verletzung bremste den 27-Jährigen jedoch aus.

Schalke würde sich das vergleichsweise hohe Gehalt des Franzosen gerne sparen. Aktuell spricht aufgrund der sportlichen und gesundheitlichen Situation allerdings einiges dafür, dass Lasme in Gelsenkirchen bleibt.

Sylla könnte Schalke die dringend benötigten Millionen bringen

Moussa Sylla
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Deutlich interessanter ist aus finanzieller Sicht die Personalie Moussa Sylla. Der 26-Jährige gilt als derjenige Spieler, mit dessen Verkauf Schalke noch eine größere Ablöse generieren könnte.

Schon im Winter stand Sylla unmittelbar vor einem Wechsel zum New York City FC. Mehr als fünf Millionen Euro hätte der Transfer eingebracht, ehe der Deal auf der Zielgeraden platzte.

In diesem Sommer könnte ein neuer Anlauf folgen. Für die finanziell weiterhin angespannten Königsblauen wäre ein lukrativer Verkauf besonders wichtig.

Sportvorstand Frank Baumann hatte zuletzt keinen Hehl daraus gemacht, dass Schalke wirtschaftlich noch Handlungsbedarf besitzt.

„Unsere wirtschaftlichen Ziele zum 31. Dezember sind noch nicht erreicht. Die Sommer-Transferphase läuft noch bis zum 1. September, deswegen ist es auch sehr wahrscheinlich, dass wir noch einen größeren Abgang brauchen, um unsere wirtschaftlichen Ziele zu erreichen“, erklärte Baumann.

Sylla wäre der naheliegendste Kandidat, um mit einem einzigen Transfer einen größeren Betrag einzunehmen.

Fünf Profis bereits zur U23 geschickt

Bei mehreren anderen Spielern geht es dagegen vor allem darum, den Kader zu verkleinern und Gehaltskosten einzusparen.

Max Grüger und Finn Porath besitzen dem Bericht zufolge keine wirkliche Perspektive mehr. Das Problem: Für beide gibt es derzeit offenbar keinen konkreten Markt.

Ähnlich gestaltet sich die Situation bei Anton Donkor. Der 28-Jährige stand zuletzt vor einem Wechsel zu OFI Kreta. Der Transfer scheiterte allerdings, nachdem Donkor mit seiner Entscheidung zu lange gezögert hatte.

Schalke wäre bei seinem Linksverteidiger offenbar sogar zu einer Abfindung bereit. Auf diese Weise könnte der Klub zumindest einen Teil des vergleichsweise hohen Gehalts einsparen.

Auch Max Wasinski spielt in den sportlichen Planungen keine Rolle mehr. Der 22-Jährige war zuletzt an den RFC Lüttich verliehen. Nun soll sich mit dem SC Cambuur ein möglicher Abnehmer gefunden haben. Der niederländische Aufsteiger hatte zuvor bereits Ilyes Hamache aus Gelsenkirchen verpflichtet.

Komplizierter ist die Lage bei Tomas Kalas und Steve Noode. Für beide Abwehrspieler gibt es bislang offenbar keine konkreten Transfer-Spuren. Insbesondere Kalas wurde in den vergangenen Jahren immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen.

Wie deutlich Schalke bei einigen Personalien inzwischen aussortiert hat, zeigt auch die Trainingssituation. Kalas, Noode, Wasinski, Donkor und Grüger trainieren nicht mehr mit der Profimannschaft, sondern wurden zur U23 geschickt.

Damit umfasst die Liste der möglichen Abgänge insgesamt neun Namen. Vor allem bei Sylla hofft Schalke auf einen finanziell lukrativen Transfer. Bei mehreren anderen Profis dürfte dagegen schon die Entlastung des Gehaltsbudgets ein wichtiger Erfolg sein.

Bis zum Ende des Transferfensters bleibt den Verantwortlichen noch Zeit. Klar ist jedoch: Der Kader-Umbruch auf Schalke ist trotz des bevorstehenden Bundesliga-Starts noch lange nicht beendet.

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