Der FC Bayern hat die Verträge von Max Eberl und Jan-Christian Dreesen verlängert. Präsident Herbert Hainer hat nun öffentlich erklärt, welche Ansprüche der Klub mit den neuen Kontrakten verbindet. Neben sportlichen Zielen nennt er dabei auch mehrere Bauprojekte.
Die Entscheidung fiel am Dienstag im Anschluss an die Sitzung des Aufsichtsrats. Beide Arbeitspapiere sind nach Vereinsangaben bis zum Sommer 2029 datiert. Zuletzt war die Arbeit des Duos in München überwiegend positiv bewertet worden, insbesondere der zurückliegende Transfersommer.
Hainer selbst äußerte sich zufrieden über die Einigung. Im Gespräch mit der tz ordnete der Präsident anschließend ein, was er vom Führungsduo erwartet. Dabei verband er die sportliche Zielsetzung mit der Struktur hinter den Kulissen.
„Es ist und bleibt unser Anspruch, national und international sportlich zu den führenden Klubs zu gehören – und dabei den Werten als bayerischer Traditionsverein treu zu bleiben. Das erwarten unsere Mitglieder und Fans, das erwarten wir von uns selbst. Und dafür müssen wir auch außerhalb des Platzes die erforderlichen Rahmenbedingungen schaffen“, sagte Hainer.
Präsident verweist auf laufende Bauprojekte
Konkret führte der 71-Jährige mehrere Vorhaben an, in die der Verein derzeit Geld steckt. „Aktuell investieren wir viel in unsere Infrastruktur – allem voran bei der Erweiterung der Säbener Straße, dem Erwerb und Umbau des Sportparks Unterhaching für unser Frauen-Team und dem neuen Performance Center am FC Bayern Campus –, und jeder Spatenstich soll sich letztlich auf dem Spielfeld auswirken“, erklärte er.

Hainers Darstellung nach reicht es also nicht, einzelne gute Entscheidungen zu treffen. Gefragt ist aus seiner Sicht eine Planung, die kurzfristig, mittelfristig und langfristig trägt und den Klub in allen Bereichen absichert.
Hoeneß‘ Rückzug auch davon abhängig
Ähnlich hatte sich zuvor bereits Uli Hoeneß geäußert. Der Ehrenpräsident hatte laut dem Bericht mitgeteilt, dass genau diese Aufstellung des Vereins für seinen eigenen Rückzug ausschlaggebend war.
Hainer schloss sich dieser Sichtweise an und formulierte den Auftrag an die Führungsebene: „Wir arbeiten am Fundament, um den Klub auf das nächste Level zu heben, bauen heute die Infrastruktur für die nächste Bayern-Ära. Dafür brauchen wir einen Vorstand, der Impulse gibt.“

