Die UEFA wird ihren angedrohten Boykott der FIFA-Wettbewerbe aufheben, nachdem sie nun konkrete Garantien erhalten hat, dass der Weltverband niemals versuchen wird, Gianni Infantinos Plan zum Verkauf von Anteilen an der Weltmeisterschaft zu wiederholen oder in die Tat umzusetzen.
Europäische Mannschaften wurden zur Teilnahme an der bevorstehenden U-20-Frauen-Weltmeisterschaft sowie an nachfolgenden Turnieren zugelassen, nachdem die FIFA verbindlich zugesichert hatte, dass kein Pendant zu dem gescheiterten Vorhaben ihres Präsidenten zur Diskussion gestellt wird.
Die UEFA hatte mit dem Boykott gedroht, nachdem Infantinos Vorschlag „FIFA Forward Enterprise“ bekannt geworden war, und ihre Drohung nach dessen Rückzieher noch bekräftigt, mit der Begründung, die Bedingung, dass „solche Versuche, den Sport auf diese Weise zu verunstalten, nie wieder unternommen werden“, sei nicht erfüllt worden.
Glätten sich die Wogen zwischen UEFA und FIFA?
Trotz öffentlicher Wortgefechte sollen die UEFA und die FIFA offenbar seit mehreren Wochen hinter verschlossenen Türen über die Bedingungen für die Aufhebung der Boykottdrohung verhandelt haben, wobei der europäische Dachverband schließlich die erforderlichen Zusicherungen erhalten hat.
Heißt das, dass die Wogen wieder geglättet sind? Nicht wirklich. Denn Gianni Infantino ist noch immer im Amt und will auch wiedergewählt werden. Das will die UEFA mit all ihren Möglichkeiten verhindern und sucht einen Gegenkandidaten.

Aleksandar Ceferin, der aktuelle Präsident der UEFA, wird nicht kandidieren, das teilte er selbst schon mit. Es muss jemand sein, der international angesehen ist, aber auch schon Erfahrung gesammelt hat. Die Zeit drängt, denn lange kann die UEFA nicht warten. Eine entsprechende Kampagne will vorbereitet sein. Das kann schon langsam eng werden.

