Der FC Bayern hält offenbar die Augen nach weiteren Verstärkungen für seine Offensive offen. Dabei ist ein deutscher Nationalspieler in den Fokus der Münchner geraten: Kevin Schade vom FC Brentford soll beim deutschen Rekordmeister hoch angesehen sein.
Wie TEAMtalk berichtet, verfolgen die Bayern-Verantwortlichen die Entwicklung und Situation des 24-Jährigen aufmerksam. Konkrete Verhandlungen über einen Transfer gibt es aktuell allerdings nicht. Vielmehr gehört der FCB zu den Klubs, die Schade langfristig auf dem Radar haben.
Der Flügelspieler hat sich in den vergangenen Jahren in der Premier League etabliert und besitzt mit seiner Geschwindigkeit sowie seiner Flexibilität interessante Qualitäten für die Offensive. Genau diese Entwicklung ist offenbar auch in München nicht unbemerkt geblieben.
Ein möglicher Transfer dürfte allerdings alles andere als einfach werden. Brentford plant fest mit Schade und hat derzeit keinerlei Interesse daran, seinen Offensivspieler abzugeben.
Brentford will Schade langfristig binden
Schades Vertrag beim Premier-League-Klub läuft noch bis 2028. Laut TEAMtalk gibt es bereits Gespräche über eine Verlängerung. Brentford betrachtet den deutschen Nationalspieler als einen wichtigen Bestandteil seiner langfristigen sportlichen Planungen.
Wie hoch die Wertschätzung für Schade ist, zeigte sich bereits im vergangenen Sommer. Selbst ein Angebot oberhalb der bisherigen Rekordablöse des Klubs von 70 Millionen Pfund – umgerechnet mehr als 80 Millionen Euro – hätte Brentford dem Bericht zufolge nicht zwangsläufig zu einem Verkauf bewegt.
Für den FC Bayern bedeutet das: Sollte das Interesse irgendwann konkreter werden, müssten die Münchner mit einer enorm hohen Ablöseforderung rechnen. Aktuell deutet ohnehin wenig darauf hin, dass ein Wechsel unmittelbar bevorsteht.
Schade wechselte 2023 zunächst auf Leihbasis vom SC Freiburg nach Brentford. Anschließend verpflichteten die Engländer ihn für 25 Millionen Euro fest. Seitdem hat sich der gebürtige Potsdamer in der Premier League kontinuierlich weiterentwickelt.
Seine Leistungen brachten ihn auch in den Kreis der deutschen Nationalmannschaft. Für die Weltmeisterschaft reichte es zuletzt zwar nicht, unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp möchte Schade künftig aber wieder eine Rolle spielen. Er wolle „natürlich wieder angreifen“, erklärte der Offensivspieler.
Auch Arsenal wollte Schade
Der FC Bayern ist nicht der einzige Spitzenklub, der auf Schade aufmerksam geworden ist. Auch der FC Arsenal beschäftigte sich im Sommer mit dem 24-Jährigen.
Die Gunners sollen sich nach dem Nationalspieler erkundigt und ihn als mögliche Verstärkung für die linke Angriffsseite betrachtet haben. Das Interesse war dem Bericht zufolge durchaus ernsthaft. Aufgrund der klaren Haltung Brentfords wurde die Spur letztlich jedoch nicht weiterverfolgt.
Genau diese Ausgangslage dürfte auch für die Bayern entscheidend sein. Brentford steht aufgrund des bis 2028 laufenden Vertrags nicht unter Verkaufsdruck und möchte diesen nach Möglichkeit sogar vorzeitig verlängern.
Für die Münchner bleibt Schade deshalb zunächst eine interessante Personalie für die Zukunft. Sollte sich an seiner Vertragssituation oder der Haltung Brentfords etwas ändern, könnte das Thema allerdings schnell konkreter werden.
Dass der FC Bayern den Markt für schnelle und flexible Offensivspieler aufmerksam beobachtet, ist keine Überraschung. Mit Schade haben die Verantwortlichen nun offenbar einen deutschen Nationalspieler im Blick, der seine Qualitäten bereits auf höchstem Niveau in der Premier League unter Beweis gestellt hat. Für einen möglichen Transfer müsste sich Brentfords bislang kompromisslose Haltung allerdings erst einmal grundlegend ändern.

