Der FC Augsburg reiste mit einem 3:0-Sieg gegen Schalke 04 im Gepäck nach Frankfurt. Die Hessen wollten nach einem 3:3 gegen Union, einem Remis nach 3:1-Führung, jetzt eine Reaktion zeigen.
Frankfurt hatte sich vorgenommen vor allem defensiv eine Steigerung hinzulegen. Hier war man mitunter nämlich vogelwild unterwegs im Spiel gegen Union.
Die Hessen hatten eine ganze, laut Trainer Adi Hütter aich gute Trainingswoche hinter sich. Davon wollte man jetzt profitieren.
Frankfurt mit Debakel gegen Augsburg
Adi Hütter hat ein wirklich desaströses Heimdebüt bei seiner Rückkehr als Trainer von Eintracht Frankfurt erlebt. Die lange Zeit überlegene Elf des neuen, alten Coaches erlor gegen den gnadenlos effektiven FC Augsburg mit 1:4 (1:0) und ließ wegen erneuter Defensivschwächen den ersten Saisonsieg leichtfertig liegen. Augsburg übernahm sogar die Spitze in der Bundesliga. Allerdings sei dazu gesagt, dass die Hessen in der 2. Halbzeit alles haben vermissen lassen, was man sich vorher vornahm.
Jonathan Burkardt (6.) traf früh bei Hütters Rückkehr, zuletzt hatte der Coach im Mai 2021 im Deutsche Bank Park an der Seitenlinie gestanden. Arijon Ibrahimovic (46.), Robin Fellhauer (47.), Alexis Claude-Maurice (65.) und Fabian Rieder (89.) per direktem Freistoß sorgten für die überraschende Wende. Dabei konnten die Augsburger lange nicht an die Leistung vom 3:0 gegen Schalke anknüpfen. Das Team von Manuel Baum agierte in der ersten Halbzeit phasenweise desolat, verdiente sich den Dreier aber mit einer deutlichen Leistungssteigerung. Auch, weil man clever auf die Aufgaben reagierte, die die Eintracht dem FCA stellte.

Bei der Eintracht war in der Woche der Schließung des Transferfensters nochmals viel Hektik, vor allem Gerüchte um einen möglichen Abschied von Markus Krösche sorgten für Wirbel. Das kann aber nicht der einzige Grund gewesen sein, warum es in der 2. Halbzeit nicht mehr lief. In der ersten Halbzeit gab es gute Momente.
Doch die Defensive war lange gar nicht gefordert, denn erstmal spielte nur Frankfurt. Nach feinem Steckpass von Can Uzun flankte Younes Ebnoutalib an den zweiten Pfosten, wo Burkardt im Duell mit Hennes Behrens wuchtig einnickte. Die Eintracht machte mächtig Druck, Robin Koch per Kopf (8.) und Uzun (11.) nach Lupfer-Vorlage von Ebnoutalib ließen einen frühen zweiten Treffer liegen. Erst nach rund 20 Minuten fand Augsburg zu etwas defensiver Stabilität. Dann aber auch mit ersten kleinen Nadelstichen nach vorne.
Lange blieben diese aber weitgehend ohne Wirkung. Es gab nur Halbchancen, keine klaren Aktionen und schon gar keinen kompletten Druck über einen längeren Zeitraum.
Doch anderthalb Minuten nach Wiederbeginn stand die Partie auf dem Kopf. Zunächst einmal fälschte Eintracht-Verteidiger Baum nach einer knappen halben Minute einen Kopfball von Ibrahimovic unhaltbar ab, ehe der neue Eintracht-Stammkeeper Noah Atubolu beim nächsten Angriff einen harmlosen Schuss nur prallen ließ, woraufhin Fellhauer abstauben konnte. Der Rest ist Geschichte, die Hessen fielen auseinander.

