Lennart Karl steht auf der Kandidatenliste für die Auszeichnung „Men’s Young Talent“ beim Ballon d’Or. Der 18-Jährige gehört zu den zehn Spielern, die die Verantwortlichen der Wahl zu den stärksten Nachwuchskräften des vergangenen Jahres zählen.
Für Karl ist die Nominierung die nächste Anerkennung nach seiner ersten Saison im Profibereich beim FC Bayern. In der Spielzeit 2025/26 gelang ihm der endgültige Sprung in den Kader der Münchner Profimannschaft.
Zunächst kam der Offensivspieler von der Bank, unter Vincent Kompany wuchs seine Rolle jedoch schrittweise bis zum Stammplatz. Sein erster Treffer für den Klub fiel in der Champions League, und zwar gegen Club Brügge. Damit ist er der jüngste Bayern-Torschütze in der Geschichte dieses Wettbewerbs.
Früh im Blickfeld der Topklubs
Dass sich der gebürtige Frammersbacher auffällig entwickeln könnte, deutete sich bereits im Kindesalter an. Mit zehn Jahren fiel er bei einem Sichtungsturnier auf, woraufhin Real Madrid ihn samt Familie zu einem Probetraining nach Spanien holte.

Später warben mehrere europäische Spitzenklubs um ihn, den Zuschlag erhielt der FC Bayern. Im Nachwuchsbereich legte Karl auffällige Werte vor: In 31 Partien für die Münchner und die deutsche U19 kam er auf 34 Treffer und elf Vorlagen.
Auch Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte den Youngster für die WM 2026 im Kopf. Eine Verletzung stand einer Berufung in das endgültige Aufgebot allerdings entgegen. Bislang stehen drei Einsätze in der A-Nationalmannschaft in seiner Statistik, sämtlich in Testspielen.
Vergleiche mit Lionel Messi
Wegen seiner Spielanlage und seiner Körpergröße wird Karl regelmäßig mit Lionel Messi in Verbindung gebracht. Der 18-Jährige selbst begegnet diesen Gegenüberstellungen selbstbewusst und zurückhaltend zugleich.
„Er ist mein Vorbild, seit ich Fußball spielen kann – Linksfuß, klein, ein Spieler, der Unglaubliches mit dem Ball vollbringt. Ihn an meiner Seite zu haben, gibt mir etwas, worüber ich nachdenken kann. Es ist einfach ein Ansporn, hart zu arbeiten, um mir auf höchstem Niveau einen Namen zu machen“, erklärte Karl. Zur Auswahl stehen außerdem Kerim Alajbegović, Ayyoub Bouaddi, Pau Cubarsí und Yan Diomandé, ferner Éli Junior Kroupi, Lamine Yamal sowie Johan Manzambi, dazu Ibrahim Maza und Warren Zaïre-Emery. Wer die Trophäe erhält, wird bei der Verleihung am 26. Oktober bekannt gegeben.

