Malick Thiaw hat sich mit seinen Leistungen bei Newcastle United offenbar in den Fokus zweier englischer Spitzenvereine gespielt. Der FC Liverpool und Manchester United sollen den deutschen Nationalspieler beobachten. Ein Abschied aus Newcastle zeichnet sich derzeit allerdings noch nicht ab.
Wie CaughtOffside berichtet, gilt Thiaw bei Liverpool als möglicher Nachfolger von Virgil van Dijk. Auch Manchester United soll den 25 Jahre alten Innenverteidiger auf der Liste haben. Gespräche mit Newcastle oder der Spielerseite habe es bislang jedoch nicht gegeben.
Malick Thiaw: Neuer Abwehrchef bei Liverpool?
Bei Liverpool deutet sich im kommenden Sommer ein größerer Umbau im Abwehrzentrum an. Die Verträge von van Dijk und Joe Gomez laufen am Saisonende aus. Ronald Araujo ist zudem vom FC Barcelona nur ausgeliehen. Mit Jeremy Jacquet und Giovanni Leoni stehen Trainer Andoni Iraola zwar zwei hoch veranlagte Innenverteidiger zur Verfügung, beide verfügen aber noch über vergleichsweise wenig Erfahrung.
Thiaw würde deshalb gut in das gesuchte Profil passen. Der 1,94 Meter große Rechtsfuß bringt Tempo, Zweikampfstärke und vor allem Erfahrung auf internationalem Niveau mit. In seiner ersten Saison für Newcastle absolvierte er 52 Pflichtspiele und erzielte fünf Tore. Zu Beginn der Saison durfte der Ex-Schalker auch häufiger seine Farben als Kapitän auf den Platz führen.

Newcastle hatte Thiaw im Sommer 2025 für 35 Millionen Euro plus mögliche Bonuszahlungen in Höhe von rund fünf Millionen Euro vom AC Mailand verpflichtet. Die Italiener hatten zuvor 2022 lediglich 9,3 Millionen Euro an den FC Schalke 04 gezahlt. Sein Vertrag bei den Magpies läuft noch bis 2029.
Ein konstengünstiger Transfer ist daher nicht zu erwarten. Newcastle soll einen Verkauf derzeit kategorisch ausschließen und Thiaw mit 65 bis 70 Millionen Pfund bewerten. Sportdirektor Ross Wilson erklärte zuletzt allerdings grundsätzlich, dass auch Leistungsträger verkauft werden könnten, wenn ein Angebot zur sportlichen und wirtschaftlichen Strategie des Vereins passe.
Liverpool und Manchester United werden die Situation intensiv beobachten.

