In der zweiten Bundesliga fanden am Freitagabend zwei Spiele statt. Der 1. FC Nürnberg bekam es zuhause mit Hannover 96 zu tun. Die Niedersachsen waren zuletzt auf einem besseren Niveau unterwegs und haben sich besser präsentiert als in den ersten Spielen der Saison.
Dennoch war Nürnberg hier das Team, auf das man achten sollte, weil der FCN bisher wirklich sehr gut unterwegs war und die eigenen Möglichkeiten mehr als nur ausgeschöpft hat.
Im Parallelspiel standen sich zwei Teams gegenüber, die bisher nicht auf dem höchsten Niveau performen konnten. Darmstadt traf dabei zuhause auf Arminia Bielefeld.
Darmstadt holt ersten Sieg
Dass beide Spiele intensiv werden könnten, das war schon vorab klar. Denn die ganz großen individuellen Unterschiede gab es nicht.
Darmstadt 98 hat in der 2. Fußball-Bundesliga den ersehnten Befreiungsschlag geschafft. Die Lilien von Trainer Florian Kohfeldt holten einen 2:1-Erfolg zuhause gegen Arminia Bielefeld. Es war kein herausragender Sieg, aber einer, den man bei den Hessen gerne mitnimmt.
Neuzugang Ho-jae Lee (3.) mit seinem zweiten Saisontor und Milan Smit (86.) per Handelfmeteter sorgten für den glücklichen Dreier. Bielefeld reichte der zwischenzeitliche Ausgleich durch Marius Wörl (59.) nicht, um die dritte Niederlage im dritten Auswärtsspiel zu verhindern.
„Es ist mit Sicherheit nicht die schönste Phase, die ich in über zwei Jahren Darmstadt erlebe“, hatte Kohfeldt nach zuvor drei Niederlagen in Folge ohne eigenes Tor gesagt. Die Partie gegen die Arminia begann aber wie gewünscht: Lee nutzte eine Hereingabe von Noah Weißhaupt zur frühen Führung.
Anschließend drehten die Gäste auf und kamen nach der Pause zum verdienten Ausgleich, als Wörl aus gut 25 Metern traf. Joel Grodowski (73.) hatte sogar Arminias Sieg auf dem Fuß, stattdessen traf Smit auf der Gegenseite vom Punkt.
Nürnberg feiert Traumstart
Der 1. FC Nürnberg hat seinen traumhaften Start in die Zweitliga-Saison fortgesetzt. In einem unterhaltsamen Duell feierte die spielfreudige Mannschaft von Miroslav Klose beim 2:1 (1:1) gegen Hannover 96 bereits den vierten Sieg in der noch neuen Spielzeit. Das katapultiert die Clubberer ganz nach vorne.
Denn die Tabellenführung gehört zumindest bis Sonntag wieder den Franken, die dank Julian Justvan (5.) und Mohamed Ali Zoma (65.) vor 41.202 Fans im heimischen Max-Morlock-Stadion jubeln durften. Den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielte Lars Gindorf in der turbulenten Anfangsphase (8., Handelfmeter). Es ist ein spannender Ausgang dieser Partie.

Ihr Qualitätsmerkmal als derzeit beste Offensive der Liga stellte der Klub gleich zu Beginn unter Beweis – allerdings mit kräftiger Mithilfe: Justvan, nach einem ersten katastrophalen Fehlpass unverhofft in den Ballbesitz geraten, scheiterte noch an 96-Schlussmann Leo Weinkauf. Doch der Ball landete nach einem kläglichen Klärungsversuch erneut beim 28-Jährigen, der sich kein zweites Mal bitten ließ.
Den frühen Schock verdauten die Gäste dank des postwendend folgenden Handelfmeters dann jedoch schnell, in Folge entwickelte sich ein abwechslungsreiches Spiel mit guten Chancen auf beiden Seiten. So rauschte Marcel Hartels Schuss an die Latte (15.), auf der Gegenseite verwehrte Weinkauf dem spielfreudigen Justvan den zweiten Treffer (35).
Nach dem Seitenwechsel waren die Nürnberger weitgehend die bessere Mannschaft, mussten aber immer darauf achten, gegen einen gefährlichen Gegner die nötige Aufmerksamkeit auf den Platz zu bekommen. Das gelang allerdings.

