Am Sonntagmittag trafen sechs weitere Zweitligisten aufeinander – und beendeten damit den vierten Spieltag der laufenden Spielzeit 2026/27.
Der VfL Osnabrück empfing die Eintracht aus Braunschweig an der Bremer Brücke, die bisher ungeschlagenen Berliner bekamen es mit dem 1. FC Magdeburg zutun. Zudem wollte Frank Schmidts Heidenheim die Leistung nach dem furiosen 5:3 gegen Dynamo Dresden bestätigen und war zu Gast bei der SpVgg Greuter Fürth.
Frühe Tore in Berlin und Fürth – Osnabrück mit Start-Problemen
Nach dem tapferen DFB-Pokalauftritt des VfL Osnabrück gegen den FC Bayern unter der Woche startete die Mannschaft von Trainer Timo Schultz etwas verhaltener. Hingegen setzte der Gast aus Braunschweig den VfL immer wieder unter Druck und konnte mit einem aktiven Gegenpressung und einigen schnellen Ballgewinnen bereits frühe Akzente setzen.
Das erste Tor der Zweitliga-Konferenz am Sonntag fiel jedoch in der Hauptstadt: In der zehnten Spielminute legte der mitgelaufene Mads Pedersen nach einem gut herausgespielten Konter den Ball raus auf Josip Brekalo, der stark mit links ins untere rechte Eck einschob und die rund 60.000 Fans im Olympiastadion erstmalig jubeln ließ. Auch ein Treffer in Fürth ließ nicht lange auf sich warten. Die zweite Hereingabe durch Marcel Kostly köpfte Stürmer Budu Zivzivadze ins Netz und bescherte damit dem 1. FC Heidenheim die Führung. Der Georgier bejubelte seinen zweiten Saisontreffer.

An der Bremer Brücke gehörte derweil die erste Großchance dem Team von Lars Kornetka. Über Umwege bekam Hoti den Ball, dessen Schuss noch abgefälscht von Innenverteidiger Jannik Müller an den linken Pfosten prallte (20.). Großes Glück für die Lila-Weißen, die sich weiterhin um einen Anschluss ans Spiel schwer taten. Besser machte es hingegen Magdeburg, das trotz des Rückstandes gegen die Hertha nicht nachließ und sich mit dem Ausgleich in der 31. Minute belohnte. Eine Ecke von Baris Atik verwertete Falko Michel und köpfte den Ball wuchtig an Berlin-Keeper Marius Gersbeck vorbei in die Maschen.
Auch infolgedessen blieb insbesondere der auffällige Atik sehr aktiv, einen vielversprechenden Freistoß setzte der 31-Jährige aber nur in die Mauer. So blieb es zur Halbzeitpause beim 1:1-Unentschieden, was bis dahin in Ordnung ging. Nur in Osnabrück war noch kein Tor gefallen, die Braunschweiger drängten jedoch auf die Führung.
Joker treffen sofort, Doppel-Rot im Olympiastadion
Um mehr offensive Schlagkraft zu entwickeln, brachte Osnabrück-Trainer Schultz zur Pause Daniel Kofi Kyereh für Fridolin Wagner. Auch Hertha-Coach Stefan Leitl wechselte zu Beginn der zweiten Halbzeit – und das sollte sich direkt bezahlt machen. So war es der Neuzugang Oluwaseun Adewumi, der nach gerade einmal zwei Minuten zum 2:1 für den Berliner Sport-Club traf (47.). Der Isländer Thorsteinsson war am rechten Strafraumeck in die gefährliche Zone gestoßen und hatte dann auf Adewumi herausgelegt, der frei aufs Tor schießen durfte.

Kurze Zeit später traf dann auch der zweite Joker an der Bremer Brücke. Für die bis dato harmlosen Osnabrücker stand Kyereh goldrichtig und konnte die Kugel aus zwei Metern über die Linie drücken. Der Offensivspieler erzielte damit nach langer Verletzungspause sein erstes Tor für den VfL. Im Berliner Olympiastadion hatte währenddessen Torwart Gersbeck großes Glück, als sein Fehlpass aus kurzer Distanz Moritz-Broni Kwarteng fand, der nach Doppelpass mit Zukowski zum vermeintlichen Ausgleich traf, zuvor jedoch im Abseits stand. Einen Rückschlag musste die Elf von Stefan Leitl wenig später dennoch hinnehmen. Nach hartem Einsteigen holte sich Mittelfeldspieler Paul Seguin die zweite gelbe Karte ab und musste daher den Platz nach 62 Minuten verlassen.
Am Ronhof in Fürth sollten indessen Jordan und Omar Sillah als Einwechselspieler für mehr Gefahr in der Kleeblatt-Offensive sorgen. Zwar kamen die Fürther etwas besser ins Spiel als noch in Halbzeit eins, gefährlich vor dem Heidenheimer Tor wurde es aber nur selten.
In Berlin wurde indes innerhalb von elf Minuten ein zweites Mal die Rote Karte gezückt (73.). Nach einem taktischen Stoppfoul von Tobias Müller an Adewumi musste der Magdeburger das Feld verlassen, es ging mit neun gegen neun Spielern auf dem Feld also weiter. Osnabrück machte im heimischen Stadion währenddessen alles klar. Erst war es Bjarke Jacobsen, der per Kopf wuchtig erhöhte (76.), ehe Robin Meißner vier Minuten später mit dem 3:0 alles klar machte und die Weichen auf Heimsieg gegen Eintracht Braunschweig stellte. Daran änderte auch nicht mehr der späte Treffer durch Yann Sturm für die Gäste etwas in der 88. Spielminute.
So endete die Sonntagskonferenz mit einem harten Kampf der Herthaner um die drei Punkte, letztendlich konnte sich der 1. FC Magdeburg aber keine nennenswerte Großchance mehr erspielen. Osnabrück steigerte sich nach einer schwachen ersten Halbzeit deutlich und bezwang die Braunschweiger mit 3:1. Auch der 1. FC Heidenheim sicherte sich die nächsten drei Punkte in Fürth.
Die Resultate im Überblick
Berlin – Magdeburg 2:1 (1:1)
Tore: 1:0 Brekalo (10.); 1:1 Michel (31.); 2:1 Adewumi (47.)
Besondere Vorkommnisse: Gelb-Rote Karte – Paul Seguin (62.); Gelb-Rote Karte – Tobias Müller (73.)
Fürth – Heidenheim 0:1 (0:1)
Tore: 0:1 Zivzivadze (12)
Osnabrück – Braunschweig 3:1 (0:0)
Tore: 1:0 Kyereh (52.); 2:0 Jacobsen (76.); 3:0 Meißner (80.), 3:1 Sturm (88.)

