Uli Hoeneß hat sich im Rennen um den Ballon d’Or klar positioniert. Für den Ehrenpräsidenten des FC Bayern wäre Harry Kane der passende Gewinner. Eine weitere Auszeichnung für Lionel Messi lehnt er deutlich ab.
Gegenüber der Abendzeitung München nannte Hoeneß seinen Favoriten ohne Umschweife: „Er hätte den Ballon d‘Or extrem verdient – und ich hoffe auch, dass er ihn bekommt. Ihn Messi zum fünften Mal zu geben, halte ich für Schwachsinn.“
Einen Vergleich mit Real-Star Kylian Mbappé ließ sich der langjährige Klubchef ebenfalls nicht nehmen: „Er hat eine überragende Saison über alle Wettbewerbe hinweg gespielt und anders als etwa Mbappe zwei Titel gewonnen.“
Titel als Argument für Hoeneß
Für den 74-Jährigen zählt damit die Kombination aus persönlicher Ausbeute und Mannschaftserfolg. Der 33-jährige Angreifer holte mit dem FC Bayern das Double und gehörte über die komplette Spielzeit zu den treffsichersten Münchnern. Rein individuelle Zahlen sollten aus Sicht von Hoeneß nicht allein den Ausschlag geben.

Kane selbst hatte seine Aussichten zuletzt erkennbar nüchterner eingeschätzt. Nach dem Ende der Abstimmung kann der Engländer ohnehin nichts mehr beeinflussen. „Der Ballon d’Or ist aus individueller Sicht das Größte, was man erreichen kann“, sagte er und fügte an: „Aber es liegt nicht in meiner Hand. Ich habe getan, was ich tun konnte, was die Leistungen angeht. Natürlich wäre es fantastisch, wenn es klappen würde.“
Entscheidung Ende Oktober
Werbung in eigener Sache betreibt der Torjäger also kaum, andere im Verein übernehmen das. Auch Vorstandschef Jan-Christian Dreesen hatte sich öffentlich für den Stürmer ausgesprochen und dabei dessen sportliche Leistungen und seine Führungsrolle betont.
Aus dem Münchner Kader stehen zudem Michael Olise, Luis Díaz und Dayot Upamecano auf der Kandidatenliste. Als Anwärter gelten neben Kane unter anderem Mbappé und Messi. Wer den Ballon d’Or gewinnt, steht Ende Oktober fest.

