Serge Gnabry rückt beim FC Bayern wieder an die Startelf-Frage heran. Vincent Kompany stellte dem 31-Jährigen vor der Partie gegen Union Berlin Spielzeit in Aussicht. Zuletzt hatte der Offensivspieler nur auf der Bank gesessen.
Beim 2:1 gegen Elversberg gehörte Gnabry nach etwa fünf Monaten ohne Spielpraxis wieder zum Aufgebot, auf den Rasen kam er dort aber noch nicht. Das könnte sich am Freitagabend um 20.30 Uhr ändern, wenn die Münchner auf Union Berlin treffen.
Kompany machte vor dem Bundesliga-Duell auf der Pressekonferenz deutlich, dass der Klub den Rückkehrer allerdings nicht überstürzt einsetzen wollte: „Serge hat letzte Saison sehr gut auf der Zehnerposition gespielt, er hat da aber auch auf dem Flügel gespielt. Wir haben bei Serge lange gewartet, bis er das Signal gibt, dass er sich gut fühlt. Ich schätze, dass er gegen Union Minuten bekommen wird“, sagte der Trainer.
Vor dem Saisonfinale der Vorsaison hatte sich Gnabry eine schwere Muskelverletzung im Adduktorenbereich zugezogen. Die Folge war neben der langen Pause auch das Verpassen der Weltmeisterschaft. Zuletzt steigerte der Offensivspieler seine Trainingsbelastung nach und nach.
Personell hat Kompany vor dem Spiel gegen die Berliner keine Ausfälle zu beklagen. Der Bayern-Coach kann auf den kompletten Kader zurückgreifen und zeigte sich sichtlich zufrieden mit der Arbeit hinter den Kulissen.
Kompany-Lob für medizinische Abteilung
„Ich kann unserer medizinischen und Athletik-Abteilung nur ein Kompliment machen. Wir spielen auf allerhöchster Intensität. Wir haben die gesamte Mannschaft zur Verfügung. Das wollen wir behalten“, erklärte der Coach. Mit Blick auf die dreiwöchige Länderspielpause hofft er, dass seine Profis unbeschadet zurückkehren.
Sportlich stellt sich der Trainer darauf ein, dass Union sein Auftreten auf die Münchner zuschneidet. „Wir besprechen immer die Herangehensweise des Gegners. Schalke und Bodo/Glimt sind mit einem total anderen Gameplan gekommen, das sind wir gewohnt, dass Teams einen Bayern-Gameplan haben“, sagte Kompany.

Daher ist der Bayern-Coach auf mögliche Umstellungen beim Gegner aus Berlin bereits vorbereitet: „Als Trainer brauchst du immer das Fingerspitzengefühl. Union hat einen Umbruch gemacht. Sie haben einen sehr erfolgreichen Trainer geholt. Das Selbstvertrauen, was er hat, wird auch einen Impact auf die Entscheidungen haben. Egal, was passiert, wir sind vorbereitet auf Umstellungen von einem Gegner.“
Mit welcher Herangehensweise Union ins Spiel gehen wird und ob Serge Gnabry zu seinen ersten Einsatzminuten kommt, wird sich am Freitag um 20:30 Uhr zeigen, wenn der FC Bayern Union Berlin in der Allianz Arena empfängt.

