Trotz XXL-Kader nicht dabei! Klopp verzichtet auf zahlreiche prominente Namen

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Jürgen Klopp startet mit einem echten XXL-Aufgebot in seine Amtszeit als Bundestrainer. Für die vier Nations-League-Spiele zwischen dem 24. September und 4. Oktober hat der 59-Jährige zwei Kader mit insgesamt 44 Spielern zusammengestellt. 16 potenzielle Debütanten sind dabei. Mindestens genauso interessant wie die Nominierten sind allerdings jene Spieler, die Klopp nicht berücksichtigt hat.

Unter den fehlenden Profis befinden sich zahlreiche prominente Namen. Bei einigen handelt es sich lediglich um eine Momentaufnahme, bei anderen könnte die Nicht-Nominierung ein erstes Signal dafür sein, dass sie es unter Klopp künftig deutlich schwerer haben werden.

Besonders prominent ist Oliver Baumann. Der 36-Jährige war lange die Nummer eins im deutschen Tor, wurde bereits vor der Weltmeisterschaft aber nicht berücksichtigt. Nun fehlt der Hoffenheimer erneut.

Klopp begründete seine Entscheidung mit einer klaren Hierarchie: „Ich habe mich für Marc-André ter Stegen in der erfahrenen Position entschieden – und danach wollte ich die junge Generation dabeihaben. Dass das für Oliver im Sommer nicht toll war, kann ich mir vorstellen. Für den Moment ist das die Entscheidung.“

Klopp hat mit Sané und Goretzka noch nicht gesprochen

Leroy Sané
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Auch zwei langjährige Nationalspieler sucht man vergeblich: Leroy Sané und Leon Goretzka. Besonders bemerkenswert ist, dass Klopp nach eigenen Angaben bislang noch kein persönliches Gespräch mit den beiden geführt hat. Das möchte der Bundestrainer allerdings nachholen.

Ob Sané und Goretzka anschließend noch einmal eine Chance erhalten, bleibt offen. Beide gehören inzwischen zur erfahrenen Generation und müssen sich gegen zahlreiche jüngere Konkurrenten durchsetzen.

Anders stellt sich die Situation bei Deniz Undav dar. Mit dem Stuttgarter hat Klopp bereits gesprochen und seine Entscheidung sportlich begründet.

„Deniz hat bisher seine kleinen Probleme, aber eben auch noch nicht richtig in die Saison hereingefunden. Ich wollte mich für vier Stürmer entscheiden und habe mich für den Moment für die anderen entschieden“, erklärte der Bundestrainer.

Auch Angelo Stiller fehlt. Seine aktuelle Verletzung spielt dabei eine Rolle, ist laut Klopp allerdings nicht der einzige Grund für die Nicht-Nominierung. Gleichzeitig betonte der Bundestrainer, dass die Entscheidung gegen den Mittelfeldspieler „nicht für die Ewigkeit“ sei.

Bei Assan Ouédraogo ist die Lage wesentlich eindeutiger. Ohne seine erneute Schulterverletzung wäre der Leipziger laut Klopp „zu 100 Prozent“ nominiert worden. Der 20-Jährige darf somit fest mit weiteren Chancen rechnen.

Tresoldi und Brunner müssen vorerst warten

Paris Brunner
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Spannend ist auch die Situation von Nicolò Tresoldi. Der Stürmer des FC Brügge wird nicht für die A-Nationalmannschaft nominiert, obwohl auch der italienische Verband um ihn wirbt. Nach Angaben des DFB hat seine Nicht-Berücksichtigung jedoch nichts mit einer möglichen Entscheidung zwischen Deutschland und Italien zu tun.

Klopp deutete vielmehr an, dass Tresoldi zunächst für die U21 vorgesehen ist. Dort könnten auch Paris Brunner und Dzenan Pejcinovic zum Einsatz kommen.

„Wir hatten jetzt einfach keinen Platz mehr. Aber wir haben über Paris Brunner gesprochen“, erklärte Klopp mit Blick auf den Monaco-Angreifer.

Weiterhin fehlen mehrere Spieler, die im Vorfeld als mögliche Überraschungskandidaten gehandelt worden waren. Karim Coulibaly, Caspar Jander, Wael Mohya, Tim Lemperle und Merlin Röhl schafften es nicht in eines der beiden Aufgebote. Soufiane El-Faouzi wurde derweil von Marokko nominiert, während Anton Kade angeschlagen ist.

Auch bei den etablierten Kräften hat Klopp einige bemerkenswerte Entscheidungen getroffen. Pascal Groß und Maximilian Beier waren bei der Weltmeisterschaft noch Teil des deutschen Aufgebots, wurden diesmal aber nicht berücksichtigt. Matthias Ginter fehlt ebenfalls.

Klopps erster XXL-Kader zeigt damit bereits, dass der Bundestrainer nicht allein auf bekannte Namen setzt. Mit insgesamt 44 Spielern verteilt er zwar deutlich mehr Einladungen als üblich. Gleichzeitig gibt es einige prominente Verlierer seiner ersten Nominierung – und für Sané, Goretzka, Baumann und Co. beginnt damit der Kampf um ihre Zukunft im DFB-Team.

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