„Er muss jetzt weg“: Watzke schießt erneut gegen Infantino

Foto: IMAGO

Die Kritik an Gianni Infantino reißt nicht ab. Auch hochrangige DFB-Funktionäre stellen sich gegen den FIFA-Präsidenten.

Allen voran DFB-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke hält mit seiner Kritik am Schweizer nicht hinter dem Berg. „Er sollte weg, ohne Wenn und Aber“, sagte der 67-Jährige beim „Big Bang KI-Festival“ in Berlin: „Die drei Dinge, die da passiert sind, das war zu viel.“ Damit spielte der BVB-Präsident auf die drei großen Fehltritte an, die sich Infantino rund um die WM im Sommer geleistet hat.

Zum einen habe der 56-Jährige den umstrittenen FIFA-Friedenspreis selbst erfunden und selbst entschieden, dass dieser an US-Präsident Donald Trump verliehen wird. „Du kannst dir ja nicht selber was ausdenken und verkündest das dann, das ist Wahnsinn“, wetterte Watzke.

Watzke über Infantinos Investoren-Plan: „WM läuft wie geschnitten Brot“

Im Turnierverlauf sorgte die Causa Balogun für Ärger. Der US-Stürmer wäre nach einer roten Karte im Sechzehntelfinale eigentlich für das Achtelfinalspiel gegen Belgien gesperrt gewesen, die Sperre wurde jedoch zur Bewährung ausgesetzt. Ein beispielloses Vorgehen, dem zudem ein Anruf von Trump vorausging. „Das kann nicht sein, dass, wenn da einer vom Platz fliegt, der Staatspräsident den Fifa-Präsidenten anruft, und erstaunlicherweise wird das Ding auch sofort einkassiert. Das ist ja Wahnsinn“, zitiert die Bild Watzke zum Thema Balogun.

Gianni Infantino
Foto: Getty Images

Mit seinem Plan, die WM über eine Firma für Investoren zu öffnen, geriet Infantino endgültig ins Zentrum der Kritik vieler Kontinentalverbände. Die UEFA entzog ihrem früheren Generalsekretär in deutlichen Statements das Vertrauen, auch die CONCACAF und die AFC stellten sich klar auf die Seite des europäischen Verbandes.

Eine WM laufe „wie geschnitten Brot“, so Watzke: „Warum willst du da Investoren? Die Fifa sitzt auf einem riesigen Geld-Berg, der eigentlich uns gehört, den Nationalverbänden. Und wofür dann Investoren? Warum soll ich denen 20, 30 Prozent mitgeben, wenn das Ding läuft?“ Im März 2027 will sich Infantino erneut zum FIFA-Präsidenten wählen lassen.

Diesen Artikel teilen