Prognose von Bayern-Coach Kompany: Urbig wird DFB-Nummer 1

Foto: IMAGO

Vincent Kompany traut Jonas Urbig eine große Zukunft im Tor der Nationalmannschaft zu. Vor der Partie gegen Union Berlin äußerte sich der Bayern-Trainer über den 23-Jährigen, den Jürgen Klopp für die anstehenden Länderspiele nominiert hat.

Beim DFB steht zunächst Marc-André ter Stegen über Urbig in der Rangordnung. Dauerhaft gilt das für Kompany nicht. „Man muss auch für die Zukunft planen. Wenn einer glaubt, dass er nicht die Nummer eins in Deutschland wird, macht er einen großen Fehler“, sagte der Belgier auf der Pressekonferenz.

Einen Zeitpunkt nannte Kompany bewusst nicht: „Er wird sicher irgendwann die Nummer eins in Deutschland sein, aber das wird Jürgen Klopp entscheiden, ob das in einem oder fünf Jahren ist.“

Kompany verteidigt Klopps Torwart-Entscheidung

Urbig zählt zu den fünf Torhütern im Aufgebot des neuen Bundestrainers und soll dort vorerst hinter ter Stegen auf seine Gelegenheit warten. Kompany hält diesen Weg für nachvollziehbar. „Ich würde es genauso machen. Man muss als Land sein eigenes Talent auch ein wenig schützen und weiterentwickeln“, erklärte er und betonte zugleich, dass sich der Keeper seinen Platz erst verdienen müsse.

Klopp selbst hat die Reihenfolge nicht festgeschrieben. „Alles hängt von Leistung ab“, stellte der Bundestrainer klar. Weder Erfahrung noch die Zahl bisheriger Einsätze bringen demnach eine Garantie mit sich.

Deutlich wurde Klopp mit einem Vergleich: „Ein Länderspiel zu haben, bedeutet nicht automatisch, das zweite zu bekommen. 100 zu haben, bedeutet auch nicht automatisch, das 101. zu bekommen.“ Für Urbig heißt das, dass er sich in der Nationalmannschaft zunächst als Herausforderer beweisen muss.

Neuers Zukunft weiter ungeklärt

Eine ähnliche Konstellation kennt der Torhüter aus München. In der Bundesliga wechselt er sich mit Manuel Neuer im Tor ab, Schritt für Schritt soll er an dessen Nachfolge herangeführt werden. Vieles spricht derzeit dafür, dass Neuer nach dieser Saison aufhört; Urbig könnte dann ab der kommenden Spielzeit mehr Verantwortung tragen.

Spielpraxis sammelte der 23-Jährige zuletzt im DFB-Pokal sowie beim 2:1 gegen die SV Elversberg. Im Januar 2025 war er vom 1. FC Köln gekommen, seither stehen 34 Pflichtspiele für den Rekordmeister zu Buche.

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