Niko Ilicevic hat bei Eintracht Frankfurt Bundesliga-Geschichte geschrieben. Beim 3:1 gegen den Hamburger SV wurde der Mittelfeldspieler in der Nachspielzeit eingewechselt, nur einen Tag nach seinem 16. Geburtstag. Damit zieht er mit Youssoufa Moukoko gleich, der seit 2020 als jüngster Spieler der Bundesliga-Geschichte geführt wurde.
Zu Wort kommen durfte der Teenager nach dem Spiel nicht. Wie Sky berichtet, will die Eintracht ihr Juwel vorerst komplett abschirmen. „Fürs Erste werden wir keine Interviews oder Homestorys zulassen“, kündigte Vorstandschef Axel Hellmann an. Man trage „eine besondere Verantwortung“. Auch Adi Hütter mahnte, nun gut auf den Jungen aufzupassen.
Hütter nennt Ilicevic-Einsatz „atemberaubend“
An Lob mangelte es trotzdem nicht. Hütter zeigte sich von den wenigen Minuten seines Debütanten begeistert. Was Ilicevic in dieser kurzen Zeit gezeigt habe, sei „atemberaubend und mehr, als man erwarten konnte“. Younes Ebnoutalib hob vor allem die Reife des Linksfußes hervor, der direkt Schwung ins Spiel brachte und beinahe noch getroffen hätte. Can Uzun ging noch einen Schritt weiter: „Ich will nicht zu viel versprechen, aber da wird noch viel kommen.“

Ganz überraschend kam der Einsatz nicht. Laut Hellmann waren die Qualitäten des Offensivspielers im Training schon seit Wochen zu sehen. In der U19 kommt Ilicevic in dieser Saison auf vier Tore und drei Vorlagen in sieben Spielen. Im Oktober erzielte er für die deutsche U17 den Siegtreffer beim 3:2 gegen England. Im Sommer hatte die Eintracht seinen Vertrag verlängert, auch Real Madrid und der FC Barcelona sollen ihn beobachtet haben.
Eine besondere Note hatte das Debüt durch den Gegner. Sein Onkel Ivo Ilicevic spielte einst selbst für den HSV. Der Neffe trägt seit 2018 das Trikot der Eintracht und hat sämtliche Nachwuchsteams in Frankfurt durchlaufen.
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Den Hype wollen die Hessen trotzdem bremsen. „Wir tun einem 16-Jährigen keinen Gefallen, wenn wir ihn zu sehr hypen“, sagte Hellmann. Die Entwicklung soll Schritt für Schritt gehen.
