Milliarden-Kredit: Bundesliga prüft Angebot von US-Investor

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Die Bundesliga prüft ein milliardenschweres Finanzierungsangebot aus den USA. Der Finanzinvestor Apollo hat dem Ligaverband offenbar einen Kredit über mindestens eine Milliarde Euro angeboten. Anders als beim 2023 gescheiterten Investorenprozess würde der Geldgeber dabei keine Beteiligung an den künftigen Einnahmen erwerben. Stattdessen handelt es sich um ein Fremdkapitalmodell, das einschließlich Zinsen zurückgezahlt werden müsste.

Wie die Bild zuerst berichtete, sollen die nationalen Medienrechte der Bundesliga als Sicherheit für den Kredit dienen. Die Liga bestätigte anschließend gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, unaufgefordert ein entsprechendes Angebot erhalten zu haben. Angaben zur konkreten Höhe oder zu den finanziellen Bedingungen machte sie nicht.

Bundesliga: Geld für Investitionen?

Im Juni fand während der Weltmeisterschaft bereits ein Austausch in New York statt. An dem von Apollo Sports organisierten Treffen nahmen Vertreter des US-Unternehmens, verschiedener Bundesliga-Gremien sowie mehrerer Klubs teil. Konkrete Verhandlungen sollen daraus bislang nicht entstanden sein.

Die Bundesliga hat inzwischen gemeinsam mit ihren Gremien eine grundsätzliche Prüfung des Angebots und der rechtlichen Machbarkeit eingeleitet. Dabei soll zunächst geklärt werden, ob ein solches Finanzierungsmodell auf Ebene des Ligaverbands überhaupt umgesetzt werden kann. Erst anschließend wäre eine detaillierte Bewertung der Konditionen möglich.

Bundesliga-Meisterschale
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Mit dem zusätzlichen Kapital könnten unter anderem Investitionen in die internationale Vermarktung, Digitalisierung und technische Infrastruktur finanziert werden. Zuletzt hatte die Liga bereits Teile ihrer Medienerlöse zurückbehalten, um strategische Projekte der Bundesliga-Gruppe zu unterstützen. Zudem wurde eine Partnerschaft mit Adidas abgeschlossen.

Das Angebot dürfte dennoch kontroverse Diskussionen auslösen. Zwar würde Apollo keine Anteile erwerben, durch die Sicherung mit Medienrechten wären zukünftige Einnahmen der Vereine aber indirekt betroffen. Die Klubs müssten außerdem für die Rückzahlung und Zinskosten aufkommen.

Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen. Die aktuelle Prüfung dient nach Angaben der Bundesliga lediglich als Grundlage, damit sich die zuständigen Gremien möglicherweise in einem nächsten Schritt ausführlicher mit dem Milliardenangebot beschäftigen können.

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