Aller guten Dinge sind bekanntlich Drei. Über dieses Sprichwort kann Paris Saint-Germain momentan allerdings nur müde lächeln. Der Scheichklub verzweifelt aktuell an der Mission, Wunschspieler Maghnes Akliouche trotz mehrerer Angebote von der AS Monaco zu verpflichten. Fakt ist: Es braucht mindestens eine vierte Offerte, um den Flügelspieler aus dem Fürstentum loszueisen. Und damit auch die Konkurrenz aus England auszustechen.
Laut einem Bericht der L’Équipe bereitet PSG momentan besagtes viertes Angebot intensiv vor. Dieses soll eine Ablösesumme von ungefähr 50 Millionen Euro für Akliouche beinhalten. Damit kommt der Champions-League-Sieger immer weiter auf die Monegassen zu – entgegen der Berichte der vergangenen Wochen haben diese jedoch ihre Preisvorstellungen nach oben angepasst. Mittlerweile werden 70 Millionen Euro gefordert. Geschuldet ist dieser Umstand höchstwahrscheinlich dem Einstieg des FC Liverpool in den Transferpoker.
Hat sich Paris zu viel Zeit gelassen? Wochenlang galt der Wechsel von Akliouche in die französische Hauptstadt als Formsache, PSG versuchte allerdings die Monegassen deutlich herunterzuhandeln. Angebote in Höhe von 30 Millionen Euro (20 Millionen unter dem Marktwert von Akliouche) wurden abgelehnt, auch 40 Millionen Euro überzeugten die Monaco-Verantwortlichen nicht.
Hat sich PSG bei Akliouche verpokert?
Das Pokern könnte Klubchef Nasser Al-Khelaifi nun teurer zu stehen kommen als gedacht. Der FC Liverpool ist auf der Suche nach Offensiv-Verstärkungen auf den französischen Nationalspieler aufmerksam geworden. Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft und treibt den Preis nach oben. Bis zuletzt hätte PSG für eine Summe von 50 Millionen Euro seinen Wunschspieler wohl bekommen, nun laufen sie Gefahr deutlich mehr zu bezahlen oder gänzlich leer auszugehen.

Im Fürstentum reibt man sich derweil berechtigterweise die Hände. Der Abgang von Akliouche in diesem Sommer war ohnehin eingeplant, die Monegassen können nun an den Höchstbietenden verkaufen. Die Kundschaft ist finanzstark und hat hohen Bedarf an Offensivqualität. Liverpool-Coach Andoni Iraola kann in der kommenden Saison nicht mehr auf Klublegende Mo Salah bauen, außerdem braucht Hugo Ekitiké nach seinem Achillessehnenriss noch längere Zeit um ins Team zurückzukehren. Der spanische Übungsleiter hat bereits klar über die notwendige Verpflichtung eines Flügelstürmers gesprochen.
Auf der anderen Seite möchte Paris vor allem die Qualität in der Breite des Kaders aufstocken. Mit Goncalo Ramos (AC Mailand) und Kang-In Lee (Atlético Madrid) wurden zwei Angreifer aus der zweiten Reihe abgegeben, diese Verluste müssen nun aufgefangen werden.

