Infantino-Pläne: UEFA setzt Notfall-Meeting an

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Die WM-Pläne von FIFA-Präsident Gianni Infantino schlagen weiter hohe Wellen. Bei der UEFA schrillen die Alarmglocken.

Wie der britische Guardian berichtet, hat die UEFA für Donnerstag kurzfristig eine Krisensitzung mit ihren 55 Mitgliedsverbänden einberufen, um über ein gemeinsames Vorgehen zu beraten. Dabei sollen auch weitreichende Maßnahmen wie ein Boykott zukünftiger FIFA-Wettbewerbe diskutiert werden.

Als mögliche Protestmaßnahme wird intern unter anderem ein Boykott der Frauen-Weltmeisterschaft 2027 genannt. Allerdings soll es innerhalb der UEFA Vorbehalte geben, den Frauenfußball für einen Konflikt in Mitleidenschaft zu ziehen, der sich in erster Linie um die Vermarktung der Männer-WM und der Klub-Weltmeisterschaft dreht.

Auch CONCACAF kritisiert Infantinos Vorgehen

Kern des Streits ist Infantinos Vorschlag, mit der FIFA Forward Enterprise (FFE) eine neue kommerzielle Gesellschaft zu gründen und Anteile an private Investoren zu veräußern. Die UEFA reagierte mit scharfer Kritik und warf der FIFA vor, „den Fußball zu nutzen, um sich selbst und ihre Freunde zu bereichern.“

Besonders kritisch sieht der europäische Kontinentalverband eine Frist bis zum 19. September, innerhalb der sich die Verbände zu dem Angebot äußern sollen. Nach Ansicht der UEFA spreche dieses Vorgehen Bände über die Art und Weise, wie das Projekt vorangetrieben werde.

„Wir haben heute von der Frist erfahren, die die FIFA den Verbänden gesetzt hat: Entweder sie unterstützen die Vorschläge, oder das Angebot einer Einmalzahlung wird zurückgezogen. Das sagt alles, was man über diesen Plan wissen muss“, erklärte die UEFA in einem Statement: „Doch nach Gesprächen mit zahlreichen Akteuren im Fußball weiß die UEFA, dass es erheblichen und wachsenden Widerstand gegen das Vorhaben der FIFA gibt. Die FIFA darf unseren Sport nicht länger dazu nutzen, sich selbst und ihre Freunde zu bereichern. Wir können den Fußball auf die richtige Weise voranbringen. Es ist an der Zeit, Verbände, Vereine, Ligen, Spieler und Fans in den Mittelpunkt zu stellen.“

Gianni Infantino
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Unterstützung erhält der europäische Verband unter anderem aus Nordamerika. „Wir sind zutiefst besorgt über das Fehlen eines ordnungsgemäßen Verfahrens. Wir teilen die Enttäuschung vieler Akteure in unserer Region und im Fußball darüber, dass derart detaillierte Pläne ausgearbeitet und öffentlich bekannt gemacht wurden, noch bevor Gespräche mit den zuständigen Gremien und Interessengruppen stattgefunden haben“, äußerte sich die CONCACAF.

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