Juventus hat mit Randal Kolo Muani den dringend benötigten Stürmer gefunden. Dennoch soll ein weiterer Angreifer kommen.
Nach Informationen der Tuttosport haben die Bianconeri Alexander Sörloth von Atletico weiterhin auf dem Zettel. Trainer Luciano Spalletti gilt als großer Befürworter einer Verpflichtung des norwegischen Nationalstürmers und soll den Angreifer bereits persönlich kontaktiert haben, um ihm seine sportlichen Pläne zu erläutern.
Spalletti sieht in Sörloth den klassischen Strafraumstürmer, der optimal in sein Spielsystem passt. Bereits unter der vorherigen Vereinsführung um Damien Comolli und Marco Ottolini hatte Juventus Gespräche mit Atletico aufgenommen. Der 30-Jährige soll einem Wechsel nach Turin grundsätzlich offen gegenübergestanden haben. Durch die Veränderungen in der Führungsetage, mit Giovanni Carnevali als neuem Geschäftsführer und Frederic Massara als Sportdirektor, gerieten die Verhandlungen jedoch zunächst ins Stocken.
Sörloth-Poker: González als Faustpfand für Juventus?
Ein weiterer Knackpunkt ist die Ablöseforderung der Spanier. Atletico bewertet Sörloth dem Bericht zufolge mit rund 40 Millionen Euro. Eine Summe, die Juventus bislang nicht zahlen möchte. Neue Dynamik erhält der Poker nun durch Nico González. Der argentinische Offensivspieler soll den Wunsch hinterlegt haben, künftig wieder unter Diego Simeone zu spielen. Atlético bemüht sich weiterhin um eine Verpflichtung des ehemaligen Fiorentina-Profis, Juventus fordert für einen Verkauf allerdings mindestens 30 Millionen Euro.
Laut Tuttosport könnte genau hier die Lösung liegen. Demnach wäre Juventus bereit, bei der Ablöse für González entgegenzukommen, sofern Atletico im Gegenzug einer Leihe von Sörloth zustimmt. Ein solches Modell würde beiden Vereinen finanziell entgegenkommen und könnte den Weg für beide Transfers ebnen.
Sportlich würde ein Abgang von González für Juventus ebenfalls Sinn ergeben. Mit den Verpflichtungen der Offensivspieler Kolo Muani und Kerim Alajbegovic von Bayer 04 Leverkusen ist die Konkurrenz im Angriff weiter gewachsen. Sörloth soll dagegen als zusätzlicher Zielspieler eine andere Komponente ins Offensivspiel bringen.

Auch die Zahlen sprechen für den Norweger. In den vergangenen drei Spielzeiten überzeugte Sörloth mit einer konstant starken Torquote. Nach 26 Treffern für den FC Villarreal erzielte er in den folgenden beiden Spielzeiten 24 beziehungsweise 20 Pflichtspieltore. Bei Atletico musste er sich zuletzt allerdings meist hinter Julián Álvarez anstellen.

