Wer kann Wolfsburg gefährden? Favoritencheck zum Start der 2. Bundesliga

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Die neue Saison in der 2. Bundesliga steht auf dem Programm und es kann wieder ordentlich zur Sache gehen. Wie in den letzten Jahren schon erwartet die Fans auch dieses Mal vor allem eines: Spannung. 

Nach dem Abstieg des VfL Wolfsburg sind die Niedersachsen, die für Zweitligaverhältnisse einen absoluten Luxuskader besitzen, der Favorit auf den Aufstieg. Doch das alleine hat noch nie dafür gesorgt, dass eine Mannschaft am Ende auch auf den ersten beiden Plätzen landete.

Wer kann die Wölfe gefährden? Und wovon wird eine erfolgreiche Saison des Absteigers abhängig sein? All das erfahrt ihr im Favoritencheck!

VfL Wolfsburg: Alle Zeichen stehen auf Aufstieg

Die Saison 2025/26 war für den VfL Wolfsburg die reinste Katastrophe. Am Ende wurde in der Relegation gegen Paderborn der Abstieg besiegelt. In der neuen Spielzeit soll es nun mit neuem Schwung darum gehen, den Aufstieg direkt wieder zu schaffen. Spieler wie Konstantinos Koulierakis oder Lovro Majer haben die Wölfe verlassen, dafür wurde eine regelrechte Zweitliga-Allstartruppe zusammengestellt.

Robert Glatzel, Fabian Reese, Hauke Wahl oder Fraser Hornby heißen die Neuzugänge der Wolfsburger. Klar, mit Muhammed Damar wurde auch ein junger Perspektivspieler verpflichtet, aber grundsätzlich ging es um Erfahrung. Um Spieler, die wissen, wie hart es in der 2. Bundesliga zugehen kann. All das unter der Leitung des neuen Trainers, Tobias Strobl. Er kam aus Verl und soll jetzt mit einer neuen Spielidee für frischen Wind sorgen.

Tobias Strobl
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Das große Ziel ist es, erfolgreich zu spielen. Das muss nicht immer schön aussehen, aber einen gewissen Anspruch an Ästhetik hat man in Wolfsburg schon. Falls dieser nicht fruchtet, dann ist der Kader mit genügend Wucht ausgerüstet, um Dinge zu erzwingen. Glatzel ist ein Experte in Liga zwei, es gibt viele großgewachsene Spieler und hervorragende Standardschützen. Alleine das ist schon ein Mittel, um auch mal schweirige Duelle für sich zu entscheiden. Kurzum: Wolfsburg kann sich im Prinzip nur selbst schlagen.

Hannover 96: Gute Basis mit Fragezeichen

In der letzten Saison spielte Hannover 96 unter Christian Titz einen recht schönen, offensiv orientierten Fußball. Es wurde viel Wert auf einen konstruktiven Aufbau gelegt, die Niedersachsen waren jederzeit darum bemüht, Lösungen zu finden. Im Sommer hat sich zwar nicht der Trainer, dafür der Kader geändert. Abgänge wie die von Daisuke Yokota, der zu den Rangers nach Glasgow wechselte, oder aber auch Noel Aseko sind bitter. Immerhin wurde auch etwas nachgelegt.

Die Basis ist gut, aber es gibt noch offene Fragen. Kann Hannover den Qualitätsverlust auffangen? Und wie werden die Probleme der letzten Saison, also teilweise fehlende Balance und die fehlende Kaltschnäuzigkeit in den engen Spielen jetzt behoben? Rein Qualitativ ist der Kader nicht besser als der aus dem Vorjahr. Das heißt, dass eine spielerische und/oder individuelle Entwicklung notwendig ist, um den entscheidenden Schritt nach vorne zu machen.

Ob das unter Titz, der in den letzten Jahren immer wieder genau das, nämlich den letzten, entscheidenden Schritt mit seinen Mannschaften vermissen ließ, wirklich realistisch ist, zeigt sich in den kommenden Wochen und Monaten.

1.FC Heidenheim: Mit Geduld und Routine ganz nach oben?

Der 1. FC Heidenheim ist in der letzten Saison trotz einer Steigerung in der Rückrunde aus der Bundesliga abgestiegen. Normalerweise ist das ein Grund für viele Klubs, um eine komplette Revolution zu starten. Und natürlich hat sich im Kader auch etwas verändert. Spieler wie Niklas Dorsch, Thomas Keller oder Omar Traore sind gewechselt, aber der Großteil der Spieler, die vorher fest unter Vertrag standen, blieb.

Hinzu kamen kluge Ergänzungen wie Oualid Mhamdi, Marcel Costly oder Paul Hennrich. Heidenheim arbeitet zudem noch daran, den Kader weiter zu verbessern. Die wichtigste Nachricht ist aber: Frank Schmidt ist ebenfalls geblieben. Er ist der Architekt des Erfolgs der letzten Jahre und ein Trainer, der für seine Aufgabe brennt.

Frank Schmidt
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Und genau das ist ein Faktor, der unterschätzt wird. Schmidt weiß, wie er die Ansprache an das Team halten muss, er weiß genau, wie man eine Mannschaft auf die 2. Bundesliga vorbereitet und er hat in Heideheim zwar natürlich den Anspruch, erfolgreich zu sein, aber nicht den Druck, aufsteigen zu müssen. Deswegen wird der FCH oben mitspielen.

1.FC Nürnberg: Mehr als nur der Verfolger?

In der vergangenen Saison war der 1. FC Nürnberg unter Miroslav Klose eine junge, teilweise unreife Mannschaft. Es gab gute Ansätze und einige sehr gute Spiele, dann aber wiederum Phasen, in denen die Mannschaft genau das Gegenteil zeigte und überhaupt nicht in der Lage war, die eigenen PS auf den Platz zu bekommen. Doch es gibt gute Nachrichten.

Zunächst einmal die logischen. Die jungen Spieler sind älter geworden und gereift. Miroslav Klose hat weiter dazu gelernt. Und Spieler wie Javier Fernandez, der schon in der Vorsaison von Bayern ausgeliehen war, sind jetzt endlich mal über einen längeren Zeitraum fit. Kontinuität und wenige Ausfälle sorgen im Endeffekt auch für Konstanz. Und die fehlte dem Club.

Dass zusätzlich auch noch Spieler wie Mikayil Faye, ehemals FC Barcelona, zum Kader stoßen und diesen verstärken, gibt dem FCN noch einmal einen Boss. Zudem ist rein von der Qualität her hinter Wolfsburg vieles offen. Genau da will Nürnberg seine Chance wittern und nutzen. Es ist auch ein Team mit Fragezeichen, ganz sicher, aber eben eines, das auch nur ein, zwei Schritte davon entfernt ist, eine sehr gute Saison zu spielen.

1.FC Kaiserslautern: Lieberknecht als Trumpf?

Den 1. FC Kaiserslautern kann man eigentlich in jeder Saison zu den Teams zählen, die, wenn es absolut ideal läuft, ein Wörtchen mitreden können, wenn es um den Aufstieg geht. Und irgendwie ist das auch in der neuen Saison so. Der Grund liegt auf der Hand: Ein guter Saisonstart reicht schon aus und die Euphorie rund um den Betzenberg ist groß.

Einige Spieler wurden im Sommer abgegeben, wiederum andere hinzugeholt. Der Kader ist generell recht ausgewogen, wenn auch noch nicht zu 100 % rund und fertig. Trotzdem muss man konstatieren, dass schon jetzt einiges aus dieser Mannschaft herauszuholen ist. Wenn es Kaiserslautern gelingt, die letzten Baustellen noch zu schließen, ist dieser Mannschaft etwas zuzutrauen.

Und einen Punkt darf niemand vergessen. Auf der Trainerbank sitzt mit Torsten Lieberknecht jemand, der es gut versteht, eine Mannschaft auf den Punkt fit zu machen. „Ich glaube, wir haben genügend Jungs da, die vom Alter erfahren sind und auch eine Spielerfahrung in der 2. Liga haben“, zeigte sich der Coach vorab optimistisch. Aber klar ist auch: Viele Spieler sind eher dem Motto „Jugend forscht“ zuzuordnen, was natürlich eine gewisse Anfälligkeit für Leistungsschwankungen mit sich bringt. Diese muss der FCK in den Griff kriegen.

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