Der Transferpoker um Rodri nimmt eine überraschende Wendung. Der spanische Weltmeister hat sich gegen Real Madrid und für einen Wechsel zum FC Barcelona entschieden. Sein Berater Pablo Barquero bestätigte, dass die Königlichen trotz intensiver Bemühungen den Zuschlag nicht erhalten werden.
Für Real Madrid kommt die Entscheidung ausgerechnet nach einem eigentlich erfolgreichen Tag auf dem Transfermarkt. Die Madrilenen konnten zuletzt den Transfer von Yan Diomande sowie die langfristige Vertragsverlängerung mit Vinicius Junior unter Dach und Fach bringen. Beim großen Wunschspieler für das zentrale Mittelfeld gehen die Königlichen dagegen leer aus.
Im Laufe des Donnerstags hatte sich bereits angedeutet, dass der geplante Rodri-Transfer nach Madrid zu platzen droht. Der FC Barcelona hatte sich in den Poker eingeschaltet und konnte den 30-Jährigen offenbar von seinem Projekt überzeugen.
Rodri-Berater bestätigt Absage an Real Madrid

Gegenüber Cadena SER bestätigte Rodris Berater Pablo Barquero, dass Real erhebliche Anstrengungen unternommen hatte, um den Mittelfeldspieler zu verpflichten.
„Das Angebot war wirklich gut. Wir schätzten die Professionalität, die Klasse, den Respekt und die Art und Weise, wie Real Madrid die Verhandlungen geführt hat. Real Madrid war ernsthaft an einer Verpflichtung von Rodri interessiert und hat alles darangesetzt, ihn für sich zu gewinnen. Vom Präsidenten bis zum Geschäftsführer hat jeder daran gearbeitet, Rodris Wechsel zu Real Madrid zu ermöglichen. Die Gespräche verliefen positiv, aber Rodri hat sich für ein anderes Angebot entschieden.“
Dieses andere Angebot stammt vom FC Barcelona. Zwischen Rodri und den Katalanen soll bereits vollständige Einigkeit über einen Wechsel bestehen.
Für die Entscheidung des Mittelfeldstars sollen auch sportliche Gründe ausschlaggebend gewesen sein. Rodri gefällt demnach die Spielweise der Katalanen besser. Zudem würde er in Barcelona auf zahlreiche Mitspieler aus der spanischen Nationalmannschaft treffen, die er zuletzt als Kapitän zum WM-Titel geführt hatte.
Jetzt muss Barça mit Manchester City verhandeln
Perfekt ist der spektakuläre Transfer allerdings nicht. Barcelona muss sich zunächst mit Manchester City auf die Ablösemodalitäten einigen. Rodris Vertrag bei den Skyblues läuft nur noch bis zum kommenden Sommer, wodurch der englische Klub unter einem gewissen Verkaufsdruck steht.
Real Madrid soll Manchester City zuvor eine Ablöse von rund 60 Millionen Euro in Aussicht gestellt haben. Nach Informationen von RMC könnte ein Angebot zwischen 60 und 70 Millionen Euro ausreichen, um die Engländer von einem Verkauf zu überzeugen.
Damit hat Barcelona eine entscheidende Hürde bereits genommen: Rodri selbst hat sich für die Katalanen entschieden. Nun müssen die Barça-Verantwortlichen die Einigung mit Manchester City erzielen. Gelingt auch das, würde der spanische Weltmeister ausgerechnet dem Erzrivalen Real Madrid einen seiner wichtigsten Wunschtransfers vor der Nase wegschnappen.

